Detroit erbebt unter dem VLF Force 1 V10

Er zeichnete schon Legenden wie den BMW Z8 oder den Aston Martin DB9, nun präsentiert Henrik Fisker auf der NAIAS 2016 in Detroit (11. bis 24. Januar) sein nächstes Werk: In Zusammenarbeit mit dem britischen Rennfahrer Ben Keating und unter dem Label der neu gegründeten Firma VLF entsteht ein sehr potenter Kleinseriensportler. Geldgeber ist unter anderem der ehemalige GM-Topmanager Bob Lutz.

Erstarkte Viper-Basis
Der Force 1 V10 basiert auf der Dodge Viper, um deren weltweiten Vertrieb sich Keating – sehr erfolgreich – mit seiner Firma ,ViperExchange" kümmert. Eine Carbon-Karosserie schmiegt sich um das Viper-Chassis, 21-Zöller mit Pirelli-Bereifung füllen die Radhäuser. Gebremst wird mit Hilfe einer Brembo-Anlage. Herzstück des Force 1 V10 ist das gewaltige Triebwerk – ein 8,4-Liter V10 mit einer Leistungsabgabe von 745 PS. Front- und Heckspoiler sollen zusammen mit einem Diffusor in Sichtcarbon für genügend Abtrieb sorgen, um den Force 1 auf der Straße zu halten.

Design-Streitereien
Das Design des Carbon-Kleides erinnert mit seiner langen Haube, den kurzen Überhängen und den mehr als breiten Kotflügeln an amerikanische Racing-Ikonen wie das Shelby Daytona Coupé oder die Gruppe-5-Corvette. Lediglich bei Fiskers ehemaligen Arbeitgeber Aston Martin stieß das Design nicht auf Begeisterung. Die Briten fühlten sich zu sehr an die Formgebung des DB10 erinnert, der die automobile Hauptrolle im aktuellen Bond-Streifen ,Spectre" spielt. Fisker hat Aston Martin nun auf 100 Millionen Dollar verklagt. Seiner Meinung nach ,versuchen sie so, den Wettbewerb zu verzerren. Das ist nicht okay. Wir bauen coole Autos, um miteinander zu konkurrieren".

Edles Cockpit und limitierte Auflage
Im Cockpit des Force 1 geht es erwartungsgemäß edel zu. Handgefertigte Nähte auf weichem Leder, Alcantara und ein Champagnerhalter zwischen den Vordersitzen sind die Highlights des Innenraums. Die ersten Fahrzeuge sollen im dritten Quartal 2016 ausgeliefert werden. Der Force 1 ist auf lediglich 50 Exemplare limitiert, die jeweils 268.500 Dollar – also rund 250.000 Euro kosten werden. Im Preis enthalten sind pro Jahr zwei Renneinsätze mit Ben Keating, der nicht nur Viper-Verkäufer, sondern auch einer der erfolgreichsten Viper-Rennfahrer aller Zeiten ist.

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