Roadster reloaded: Mini zeigt den Superleggera Vision

Wer führt das Erbe der klassischen britischen Roadster in der Gegenwart fort? Richtig, der Mazda MX-5. Aber eben keine britische Marke. Bis jetzt. Auf dem traditionsreichen Concorso d`Eleganza Villa d`Este am Comer See stand erstmals keine Studie des Hauptsponsors BMW im Mittelpunkt, sondern ein Konzeptfahrzeug der Tochter Mini. Der ,Superleggera Vision" entstand gemeinsam mit dem bekannten Karosseriebauer Touring Superleggera.

Anders` Traum
Wirkliche greifbare Details, etwa zu den Abmessungen des Wagens, gibt es nicht. Stattdessen überschlagen sich die verantwortlichen Designer mit Lobhudelei. So habe Mini-Chefstilist Anders Warming ,immer schon davon geträumt, ein solches Concept zu gestalten", desweiteren ist von sportlichen Gesten und dynamischer Präsenz die Rede.Halten wir uns besser an die wenigen greifbaren Elemente: Der Superleggera Vision ist ein elektrisch angetriebener Zweisitzer mit langem Radstand und kurzen Überhängen. Dazu gesellen sich zwei runde Scheinwerfer und ein hexagonaler Grill. Lackiert ist der Wagen in der eigens entwickelten Farbe ,Como Blau". Ein Hingucker sind die LED-Heckleuchten im Union-Jack-Design.

Und – Klappe!
Innen gibt es ein Dreispeichen-Lenkrad und das von Mini bekannte, große Zentralinstrument. Beim Superleggera Vision ergänzen ein Touchscreen und zwei in Metallringe eingefasste Rundinstrumente das Cockpit. Eines davon beinhaltet die analoge Uhr, das andere aktiviert eine zwischen den Sitzen angebrachte Kamera, mit der ,besondere Fahrmomente" festgehalten werden können.

Im Bereich des Möglichen
Was bleibt unter dem Strich vom Mini Superleggera Vision festzuhalten? In der Optik schwingt ein wenig MX-5 mit, aber auch Zitate britischer Roadster-Klassiker wie der Austin-Healey Sprite. Die Studie wird als Einzelstück deklariert, doch Mini ist bekannt dafür, schon viele Konzepte in die Serie gebracht zu haben. Zudem basiert die dritte Generation des modernen Mini auf der so genannten UKL-Plattform von BMW. Sie ist nicht nur die Grundlage für den normalen Mini und dessen Cabrioversion, sondern auch für den neuen Fünftürer und die Nachfolger von Clubman, Countryman und Paceman. Gegenüber britischen Medien äußerte sich BMW-Vertriebsvorstand Ian Robertson bereits im Dezember 2013 zu einer Stufenheck-Limousine für China und einem Roadster. Ob dieser sich an der Superleggera-Studie orientiert, ist offen. Sinn würde es allemal machen, denn der bisherige Mini Roadster war optisch zu dicht am Cabrio.

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