Erster Blick: So heiß wird das Opel GT Concept

Er trägt einen berühmten Namen und hat das Zeug, der Star des Genfer Autosalons (3. bis 13. März 2016) zu werden. Die Rede ist vom Opel GT Concept. Jetzt gibt Firmenchef Karl-Thomas Neumann einen ersten Ausblick auf die Sportwagen-Studie.

Nur ein wenig Nostalgie
Ein kurzes Video zeigt, dass die Designer des Opel GT Concept offenbar keine puren Retro-Gedanken verfolgen. Der bereits sichtbare Teil der Frontpartie zitiert eher das Monza Concept von 2013. Klappscheinwerfer wie beim Ur-GT sucht der Fan vergeblich. Und doch wird die Markenhistorie zitiert: Die beiden Auspuffenden greifen das alte GT-Heck auf, während rote Reifen an das Opel-Motorrad Motoclub 500 von 1928 erinnern. In absehbarer Zeit werden die letzten Hüllen vom GT Concept fallen, aber Karl-Thomas Neumann verspricht schon jetzt: ,Opel hat sich neu erfunden."

Corvette im Kleinformat
Dieser Satz trifft auch auf den alten GT zu, der neben dem Manta die Opel-Ikone schlechthin ist. 1965 zeigte Opel als erste deutsche Marke ein Concept Car, den GT Experimental. Kein Beobachter hatte damit gerechnet, galten die Rüsselsheimer doch bis dato als eher spießiger Autohersteller für Herren mit Hut. Umso überwältigender war die Reaktion der Besucher auf der IAA 1965, die zur Serienfertigung führte. 1968 kam das ,Projekt 1484" als 4,11 Meter langer GT auf den Markt, unter der rassigen Hülle im Stil der Corvette arbeitete solide Großserientechnik. Im Angebot waren Motoren mit 60 und 90 PS, Bodengruppe und Fahrwerk lieferte der Kadett B. Das hielt den Preis im Rahmen: Obwohl schon 1973 wieder Schluss war, wurden über 100.000 GT gebaut. Viele von ihnen wurden in die USA geliefert. Von dort stammte der misslungene Wiederbelebungsversuch des GT von 2007. Der auf dem Pontiac Solstice basierende Roadster lief nur gut 7.500-mal vom Band. Hoffentlich macht es GT Nummer drei besser. Eine Serienversion mit Astra-Technik könnte zum 50. Jubiläum der Erstausgabe im Jahr 2018 ein schönes Geschenk abgeben.

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