Qoros 2 SUV PHEV Concept

Gibt es in China eigentlich Rapper? Sie wissen schon, solche Typen, die ihre Schirmmütze schräg auf dem Kopf tragen, bei denen die Hose so tief hängt, dass sie diese gerade nicht verlieren, und die unglaublich lässig sind? Wir wissen es nicht, aber die neue Studie von Qoros ist wie gemacht für sie. Mit dem Qoros 2 SUV PHEV Concept schüttelt die chinesische Marke ihr bisher recht biederes Design ab und zeigt sich offen für Extravagantes. Auf der Shanghai Auto Show (22. bis 29. April 2015) ist das Auto zu besichtigen.

Ein chinesisches Äquivalent zum Juke
Das kleine SUV gehört ins B-Segment – der weltweit am schnellsten wachsenden Pkw-Klasse, wie Qoros betont. In Deutschland gehören der Opel Mokka sowie der Skoda Yeti zu den erfolgreichsten Vertretern. Vom Design her kommt die Studie aber dem polarisierenden Nissan Juke näher. Der fünftürige Qoros 2 ist mit 4,18 Meter nur wenige Zentimeter länger als dieser. Die Studie ist in einem cyanstichigen Weiß lackiert, das an eine Porzellanart aus der Song-Dynastie (10. bis 13. Jahrhundert) erinnern soll. Die roten Details, unter anderem an den Spiegeln und am Unterfahrschutz, sind von der roten Tinte inspiriert, die in der chinesischen Kunst verwendet wird. Die Studie hat ein Panorama-Glasdach mit einem traditionellen chinesischen Muster. Als moderner Kontrast wurde ein QR-Code in Rot integriert.

Optisch ganz anders als der biedere Qoros 3
An der Karosserie fallen die hohe Gürtellinie und die vertikalen Elemente links und rechts an der Front und am Heck auf, die auch die dunkel abgedeckten Leuchten enthalten. Die Radhäuser sind deutlich ausgestellt, die Flanke ist dreidimensional ausgeformt. Insgesamt könnte der Unterschied zum glatten Qoros 3 kaum größer sein. Vom Innenraum gibt es bisher keine Bilder. Er soll einfach gehalten sein und futuristisch wirken. Passend zum Außendesign dominiert Weiß, kombiniert mit einem blaugrünen Ambientelicht. Hinzu kommen natürliche Materialien wie Bambus und kühle Metalldetails. Statt traditioneller Instrumente gibt es ein Farbdisplay.

Plug-in-Hybrid mit zwei E-Motoren
Wie der Namenszusatz PHEV verrät, hat die Studie einen Plug-in-Hybrid-Antrieb. Die Batterien im Fahrzeugboden liefern Energie für zwei Elektromotoren, die ausschließlich die Hinterachse antreiben. Für die Vorderachse ist ein Turbobenziner mit kleinem Hubraum zuständig – so ergibt sich ein Allradantrieb. Der Fahrer kann zwischen einem Elektromodus sowie den Betriebsarten Sport, Allrad und Hybrid wählen. Hybridspezifische Apps versorgen ihn mit ständig aktuellen Reichweiten-Abschätzungen, die neben dem Fahrmodus auch die Verkehrslage, das Wetter und den Fahrstil berücksichtigen.

Aufladen per Sonde
Aufgeladen wird das Plug-in-Mobil über eine Ladesonde, der normalerweise unter einer Abdeckung an der an der A-Säule verborgen ist. Betätigt man einen Knopf am Armaturenbrett, fährt sie automatisch aus. Aufgeladen wird kontaktlos über ähnliche Sonden in gleicher Höhe, zum Beispiel an öffentlichen Ladesäulen oder in der heimischen Garage. So braucht sich der Fahrer nicht die Hände an Steckern oder Kabeln schmutzig zu machen. Alternativ wird induktives Laden über eine Unterflur-Ladeplatte angeboten.

2007 gegründete Firma
Bisher bietet die 2007 gegründete Firma Qoros drei kompakte Serienfahrzeuge in China an. Im Dezember 2013 kam der Qoros 3 Sedan auf den Markt, der als erstes chinesisches Auto die Maximalwertung beim EuroNCAP-Crashtest erhielt. Im Juni 2014 folgte das Schrägheckmodell 3 Hatch und im Dezember 2014 der 3 City SUV. Gebaut werden die Fahrzeuge in Changshu bei Shanghai.

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