Warnwesten-Mitführpflicht ab Juli 2014

Jetzt wird es Pflicht: Auch private Pkw-Fahrer müssen in Deutschland ab dem 1. Juli 2014 eine Warnweste im Auto mitführen. Wer dagegen verstößt, kann mit 15 Euro Bußgeld bestraft werden. Wichtiger ist der Selbstschutz: Mit einer guten Weste wird man durch die reflektierende Schicht bis zu 150 Meter weit gesehen, ohne Weste mit dunkler Kleidung ist die Sichtbarkeit bei Nacht dagegen fast gleich null.

Mitführpflicht, keine Tragepflicht
Für gewerblich genutzte Fahrzeuge galt die Warnwestenpflicht schon bisher, nun werden auch private Pkw einbezogen. Für Motorradfahrer gilt die Regelung nach wie vor nicht. Auch ist nur eine Weste für den Fahrer vorgeschrieben, nicht aber für die anderen Insassen. Und nur das Mitführen ist verpflichtend, nicht aber das Tragen, wie aus einem Bericht der Saarbrücker Zeitung vom 30. Mai 2014 hervorgeht. In vielen europäischen Ländern herrscht schon eine Warnwestenpflicht. Wer beispielsweise bei einer Panne in Belgien, Italien, Luxemburg, Slowenien, Spanien oder Ungarn das Fahrzeug verlässt, muss eine Weste tragen. In Frankreich, Kroatien, Norwegen, Österreich, Portugal und der Slowakei muss die Weste sogar stets im Auto sein und im Bedarfsfall auch getragen werden. Bei Missachtung drohen mitunter drastische Strafen.

Am besten griffbereit im Cockpit
Die Weste sollte am besten griffbereit in der Nähe des Fahrers liegen – also etwa unter den Vordersitzen, im Handschuhfach oder in den Türfächern, nicht aber im Kofferraum. Nicht ratsam ist es auch, die Warnweste über den Sitz zu hängen, denn erstens bleicht die Sonne die Farbe aus und zweitens kann der aus der Sitzlehne kommende Seitenairbag in der Entfaltung behindert werden. Empfehlenswert wäre eine Weste pro Insasse. Die Warnwesten müssen rot, gelb oder orangefarben sein, umlaufende reflektierende Streifen von mindestens fünf Zentimeter Breite besitzen und das europäische Kontrollzeichen EN 471 oder EN ISO 20471 tragen.