Zwei neue Ingenium-Diesel erst der Anfang

Land Rover wird in seinen brandneuen Discovery Sport zwei brandneue Dieselmotoren einbauen. Warum sie das nicht gleich vom Start weg gemacht haben? Wer weiß, jedenfalls werden Sie ab Mai zwei neue Ingenium-Selbstzünder (erstmals im neuen Jaguar XE im Einsatz) in der Preisliste des Disco Sport finden. Ab September werden sie ausgeliefert. Variante Eins kommt mit 150 PS und 380 Newtonmeter, Variante Zwei leistet 180 PS und 430 Newtonmeter. Der 180-PS-Diesel schafft null auf 100 km/h in 8,9 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 188 km/h. Beide sollen im Bestfall 4,9 Liter verbrauchen und einen CO2-Ausstoss von129 Gramm pro Kilometer aufweisen.

Neues Öko-Siegel
Im Bestfall bedeutet: Wenn das neue (und blaue) ,E-Capability"-Emblem vom Heckdeckel herunterscheint. ,E-Capability" klingt reichlich umständlich, ist aber in etwa das, was zum Beispiel bei VW unter ,BlueMotion" läuft. Sprich: Hier kommen 18-Zoll-Reifen mit geringerem Rollwiederstand, ein länger übersetztes Getriebe sowie eine optimierte Motorabstimmung zum Einsatz. Außerdem sind alle ,E-Capability"-Versionen ausschließlich als Fünfsitzer mit Handschaltung zu haben. Wählt man den Siebensitzer mit Neungang-Automatik, steigen Verbrauch und Emissionswerte auf 5,3 Liter und 139 Gramm pro Kilometer CO2.

Leichter und leiser
Neben dem Vebrauch wollen die Briten mit den neuen Ingenium-Motoren auch Gewicht und Lärmpegel senken. Die Vollaluminium-Diesel seien besonders leicht und würden dank extrem steifer Motorblöcke und entkoppelter Einspritzdüsen durch ein äußerst niedriges Geräusch- und Vibrationsniveau überzeugen, heißt es bei Land Rover. Vielfahrer werden sich zudem über die von 25.000 auf 34.000 Kilometer verlängerten Wartungsintervalle freuen. Die neuen Ingenium-Diesel ersetzen die alten 2,2-Liter-Aggregate mit 150 und 190 PS, die auf einen Normverbrauch von 5,7 Liter kamen.

Modulares Motorensystem
Jeder Ingenium-Block verfügt über dieselben Werte für Borung und Hub und hat eine Zylinderkapazität von 500 Kubik. Das modulare System (wie bei BMW) erlaubt eine relativ einfache Skalierung nach oben oder unten. Ein Jaguar-Land-Rover-Dreizylinder mit 1,5 Liter Hubraum dürfte also bald Realität werden. Ebenso sind neue 3,0-Liter-Sechszylinder oder 4,0-Liter-Achtzylinder vorstellbar. Alle Ingenium-Motoren werden auch in der Lage sein, mit Hybrid-Technologie zu laufen. Land Rover verspricht gegen Ende des Jahres eine noch sparsamere Version des Discovery Sport mit Ingenium-Triebwerk und Frontantrieb.

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