Streng limitiert: Der Jaguar F-Type Project 7

Wenn aus einer Studie ein Fahrzeug mit Straßenzulassung wird, ändert sich während der Reife zur Serie oft noch einiges. Die Kleinserie des Jaguar F-Type Project 7 ist jedoch eine Ausnahme. Ein Jahr nach Vorstellung der Studie bekommt die Höcker-Katze nun eine Lizenz zur Jagd abseits der Rennstrecke. Die Weltpremiere findet vom 26. bis 29. Juni 2014 auf dem Goodwood Festival of Speed statt.

Gut zitiert
Gezeigt wird eine radikale Inkarnation des Serien-F-Type, die einen Rückblick auf die letztjährige Studie und das britische Design der Fünfziger gewährt. Jaguar-Designchef Ian Cullum lässt Zitate sprechen: Hinter dem Fahrersitz ist der Project 7 mit dem ,Höcker" des dreimaligen Le Mans-Gewinner-Modells Jaguar D-Type versehen. Die Nummer 7 ist ein Verweis auf alle sieben Le Mans-Siege der Marke Jaguar.

Aus dem Effeff
Zudem wären die Produktdesigner aus Bauhauszeiten stolz auf Mister Cullum. Umfangreiche aerodynamische Modifikationen – in Gestalt eines Heck-Diffusors, eines verstellbaren Heckspoilers und eines neuen Front-Splitters – steigern den Abtrieb bei hohem Tempo und sehen dazu noch gut aus. ,Form follows function".

Fahrmaschine mit Begrenzer
Die Formgebung verkündet: Der Project 7 ist eine Fahrmaschine. Mit 575 PS und 680 Newtonmeter hat das bekannte V8-Kompressor-Herz mit 5,0 Liter Hubraum noch einmal um 25 Pferde zugelegt. Die Kraft des Motors gelangt über die Achtstufenautomatik und die zweite Generation des aktiven und vollelektronischen Sperrdifferenzials an die Hinterräder. Keramikbremsscheiben in der Größe einer Kleinwagenfelge verzögern den auf 1.585 Kilogramm abgespeckten F-Type. Das Kleinserien-Modell ist 80 Kilogramm leichter als das F-Type V8 S Cabrio. Das sorgt für eine Zeit von 3,9 Sekunden in der Sprintwertung auf 100 km/h. Vollen Auslauf gewährt Jaguar trotzdem nicht. Bei 300 km/h erreicht der Sportler seine elektronisch beschnittene Höchstgeschwindigkeit.

Geteilte Freude ist doppelte Freude
Im Gegensatz zur einsitzigen Studie darf ein Beifahrer hinter der 114 Millimeter tieferen Windschutzscheibe Platz nehmen. Der Project 7 fährt nicht zum Windkanal, er ist der Windkanal. Und wieder folgt die Form der Funktion: So kann auch der Beifahrer die Sicherheitsvorzüge einer Kopfstütze mit Überrollbügel genießen. Ein leichtes Bimini-Verdeck nach Bootsbauer-Art passt zusammengefaltet in den 196 Liter fassenden Kofferraum. Jaguar wäre eben nicht Jaguar, gäbe es nicht doch Zugeständnisse an den Komfort.

Nummer ziehen bitte
Der exklusive Charakter soll bleiben. 150 Spezialisten der neu gegründeten ,Jaguar Land Rover Special Operations" fertigen 250 Exemplare an. Nur 20 davon sollen auf deutsche Straßen kommen. Damit wirklich keines zu viel gebaut wird, werden die Fahrzeuge fein säuberlich nummeriert und verlassen mit einer Unterschrift des Chefdesigners die Produktion. Die ersten Auslieferungen beginnen laut Jaguar Mitte 2015. Welchen Geldbetrag man bis dahin angespart haben sollte, verrät Jaguar noch nicht.

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