Citroën SpaceTourer auf Basis des C4 Picasso

PSA Peugeot Citroën und Toyota bringen einen neuen Transporter auf den Markt. Die drei Versionen haben Messepremiere auf dem Genfer Automobilsalon (3. bis 13. März 2016). Nun gibt es Details zum Citroën SpaceTourer, die sich wohl fast alle auf den Peugeot Traveller und den Toyota Proace II übertragen lassen.

Gleiche Plattform wie C4 Picasso
Das Design ist wesentlich augenfreundlicher geraten als beim Vorgängermodell Jumper. Der SpaceTourer ähnelt ein wenig dem ziemlich eckigen VW-Transporter T6. Citroën bezeichnet den Neuling als Van – durchaus üblich in diesem Segment, denn ,Transporter" klingt nach reinem Nutzfahrzeug für Gewerbetreibende, der SpaceTourer soll aber auch Privatleute ansprechen. Doch auch ein technisches Argument gibt es: Der Wagen basiert auf der neuen EMP2-Plattform, auf der auch der C4 Picasso (C4P) beruht – also auf einer Pkw-Plattform. Der SpaceTourer übernimmt auch die Front des C4P, was den Einbau von Motor und Getriebe sowie der elektrischen Teile wie Batterie und Scheinwerfer erleichtert. Vorne hat der SpaceTourer eine Pseudo-McPherson-Achse mit Querstabilisator, hinten eine Dreieckslenker-Achse. Neben Frontantrieb ermöglicht die Plattform auch Allradantrieb – allerdings gibt es den nicht ab Werk, die Umrüstung erfolgt durch den französischen Allradspezialisten Dangel.

Namen wie bei C&A
Den SpaceTourer gibt es mit zwei Radständen (2,92 und 3,27 Meter) und zwei Überhängen hinten (0,80 und 1,15 Meter). So ergeben sich drei Längen: Der XS (4,60 Meter lang) hat einen kurzen Radstand und einen kurzen Überhang hinten, dazu kommen M mit 4,95 Meter (langer Radstand, kurzer Überhang) und XL mit 5,30 Meter Länge. Das kleinste Modell bietet (als Fünfsitzer mit nach vorn geschobener zweiter Sitzreihe) 1.978 Liter Kofferraum, die M-Variante 2.381 Liter und die größte 2.932 Liter. Ungewöhnlich: Die XS-Version bietet bis zu neun Personen Platz.

Vier verschiedene Diesel
Für den Antrieb sorgen BlueHDi-Diesel mit 95, 115, 150 oder 180 PS – die beiden schwächeren dürften 1,6-Liter sein, die stärkeren Zweiliter. Neben Handschaltung werden auch ein automatisiertes ETG6-Getriebe und eine Sechsgang-Automatik angeboten. Wie bei PSA üblich, haben alle Diesel einen SCR-Katalysator zur Senkung der Stickoxid-Emissionen. Der dazugehörige Adblue-Tank fasst 22 Liter, was für 15.000 Kilometer reichen soll.

Viele Assistenten aus dem C4P und neues Navi
Durch die Pkw-Plattform kommt auch moderne Technik in das Auto – deutlich wird das zum Beispiel an dem kleinen Head-up-Display aus dem C4P. Auch ein Fernlichtassistent, ein Spurverlassenswarner, ein Toter-Winkel-Assistent, eine Müdigkeitswarnung, ein Abstandstempomat (ohne Bremseingriff) und eine Kollisionswarnung mit Notbremsfunktion sind verfügbar. Aber nicht alles ist vom C4P geklaut. Völlig neu – und wohl auch bei anderen Autos zu erwarten – ist Citroën Connect Nav. Das Navigationssystem bietet Echtzeit-Stauinformationen sowie eine Suche nach Tankstellen inklusive Kraftstoffpreisen. Neu ist auch die Geschwindigkeitsbegrenzung, die mit der Verkehrsschildererkennung gekoppelt ist.

Sensorgesteuerte Schiebetüren
Eine weitere Besonderheit sind die sensorgesteuerten Schiebetüren im Fond: Eine Fußbewegung unter der hinteren Karosserieecke, und die Schiebetür öffnet sich an der Seite, an der man steht. Auch die Bedienung vom Fahrersitz aus ist möglich. An der Kofferraumklappe lässt sich die Heckscheibe separat öffnen. Für die Passagiere der zweiten und dritten Reihe werden verschiebbare Einzelsitze mit verstellbarer Rückenlehne angeboten.

Optimistisch und gesellig
Von den vier Ausstattungen sprechen Feel und Shine große Familien an, während Business und Business Lounge für Shuttlefahrzeuge gedacht sind. Neun Außenlackierungen werden angeboten, darunter auch farbenfreudige wie Braun oder Orange. Wohl auch wegen der bunten Farben und der vielen Sitze verspricht der Hersteller: ,Der ,optimistische, praktische und gesellige Citroën SpaceTourer macht das Leben leichter."

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