Range Rover Pick-up von Startech debütiert in Shanghai

Eigentlich könnte man den Range-Rover-Umbau von dem Brabus-Ableger Startech mit ein paar Worten zusammenfassen: Goodbye geschlossener Kofferraum und Hello offene Ladefläche plus Breitbau-Kit mit Performance-Allüren. Wie aufwendig ist der Karosserieumbau aber wirklich und was bietet der Spezial-Pick-up, der auf der Shanghai Auto Show 2015 (22. bis 29. April) Weltpremiere hat, sonst noch? Wir haben die Antworten.

100 neue Karosserieteile
Für die Verwandlung vom Geländewagen zum Pick-up wurden rund 100 Karosserieteile neu konstruiert und aus Aluminium, Carbon oder Stahl angefertigt. Um Innen- und Laderaum voneinander zu trennen, wurde eine neue Rückwand mit beheizbarem, getöntem Heckfenster eingezogen. Die Trennung zur Ladefläche wird mit der kürzeren Dachhaut und den neu entwickelten C-Säulen verschweißt. So bleibt der Aufbau ebenso verwindungssteif wie das Basisauto.

Ladefläche für das Golfset
Jetzt hat der britische Geländewagen-Klassiker also eine Ladefläche. Sie ist mit Kunststoff verkleidet, nahezu quadratisch bemessen und bietet bei geschlossener Heckklappe eine Ladelänge von 110 Zentimeter. Wird das Heckabteil geöffnet, verlängert sich dieses Maß um weitere 60 Zentimeter. Genug Platz für ein Golfset, denn Gartenabfälle oder Bauschutt wird der Luxus-Pick-up wohl nur in Notfällen befördern müssen.

Optionales Breitbau-Kit
Optional lässt sich das Allrad-Auto auch mit einem Breitbau-Kit ausstatten. Eine neue Frontschürze mit integriertem Spoiler und seitlichen Luftführungen ersetzt dabei den Serienstoßfänger. Sie soll bei hohen Geschwindigkeiten den aerodynamischen Auftrieb an der Vorderachse reduzieren. Die Kotflügel wurden jeweils um 80 Millimeter verbreitert und dienen jetzt 23-Zoll-Schmiederädern als Unterschlupf. Auch die Heckpartie erhält einen neuen Stoßfänger samt Diffusor aus Sicht-Carbon.

Alle Range-Rover-Motorisierungen möglich
Topmotorisierung für den Pick-up ist ein Fünfliter-V8-Kompressor-Triebwerk mit 526 PS. Damit sprintet der noble Transporter in 5,3 Sekunden auf Tempo 100. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 250 km/h limitiert. Daneben ist der Umbau aber auch mit allen anderen verfügbaren Range-Rover-Motorisierungen erhältlich.

Bürokratischer Sparfuchs
Ob es sich bei den Umbauten von Startech jetzt um eine Veredelung handelt oder nicht, sei mal dahin gestellt, zumindest auf bürokratischer Ebene könnte die Modifizierung für viele einen positiven Effekt haben. In vielen Ländern werden Luxusautos nämlich mit enorm hohen Einfuhrzöllen und Steuern belegt. Durch den Umbau zum Pick-up erfüllt der Range Rover die Voraussetzungen für eine Lkw-Zulassung, wodurch diese Abgaben beim Import oft nicht mehr anfallen. Was die Umrüstung aber extra kostet, ist noch nicht bekannt und deshalb auch nicht, ob die Milchmädchen-Rechnung am Ende doch aufgehen kann.

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