Neue G-Klasse erhält den V8-Turbo aus dem AMG GT

Auf eine über 35 Jahre andauernde Modellgeschichte kann die Mercedes G-Klasse mittlerweile zurückblicken. Dabei wurde das Kult-Fahrzeug stets mit der neusten Technik am Puls der Zeit gehalten und fortlaufend den Ansprüchen des Geländewagen-Klientels angepasst. Für das aktuelle Modelljahr 2015 stand das Update bislang noch aus, doch jetzt schickt der schwäbische Autobauer das Gelände-Urgestein zur obligatorischen Frische-Kur. Ab Mitte des Jahres werden die überarbeiteten G-Klassen bestellbar sein.

Was bleibt und was nicht?
G-typisch setzt der moderne Klassiker weiterhin auf die Leiterrahmen-Basis. Auch der permanente Allradantrieb, die Geländeuntersetzung und die drei während der Fahrt schaltbaren Differenzialsperren blieben unangetastet. Das Serienfahrwerk wurde dagegen neu abgestimmt. ESP, ABS und ASR wurden ebenfalls optimiert. Auf Wunsch ist außerdem eine neue Verstelldämpfung im Programm (nur im G 500).

Optik-Update
Wie gewohnt halten sich die optischen Neuerungen beim G-Klasse-Lifting in Grenzen: Neu sind die Stoßfänger und die jetzt für alle Modelle serienmäßigen AMG-Kotflügelverbreiterungen. Das Einstiegs-G-Klässchen 350 d steht jetzt bereits ab Werk auf 18-Zöllern. Außerdem werden neue Lackierungen für den Außenbereich angeboten. Im Interieur beschränkt sich die Überarbeitung auf ein neues Kombiinstrument mit 11,4-Zentimeter-Multifunktionsdisplay, neuen Zeigern und Zifferblättern.

Sondermodell Edition 463
Wer optisch aus der großen G-Klasse-Masse herausstechen möchte, kann ein neues AMG-Sondermodell namens Edition 463 wählen. Unter anderem ein Unterfahrschutz aus Edelstahl, seitliche Sport-Streifen und 21-Zoll-Felgen heben das Exterieur von Standard-G-Modellen ab. Im Innenraum wartet die Edition 463 mit mehr Leder, Kontrastziernähten und Carbon-Elementen auf. Als Basis für das Sondermodell dienen die AMG-Versionen.

Motor-Update im ,normalen" G
Unter der bulligen Haube der G-Klasse tut sich hingegen einiges: Im G 350 d stieg die Leistung des Dreiliter-V6-Diesels von 211 auf 245 PS. Das maximale Drehmoment klettert von 540 auf 600 Newtonmeter. Der G 500 erhält ein gänzlich neues Aggregat. Der V8-Turbobenziner kommt bereits im neuen Mercedes-AMG GT und im Mercedes-AMG C 63 zum Einsatz. Für die Anwendung in der G-Klasse wurde das Vierliter-Triebwerk mit 422 PS und 610 Newtonmeter ausgestattet. Das reicht, um die Aerodynamik-Schwächen ausreichend auszugleichen und den G 500 in 5,9 Sekunden auf 100 km/h zu beschleunigen.

Motor-Update der Gelände-AMGs
Der 5,5-Liter-V8-Benziner im AMG G 63 wird ab Mitte des Jahres 2015 571 PS leisten (ein Plus von 27 PS) und bis zu 760 Newtonmeter Drehmoment bieten. Top-Modell mit Top-Motor bleibt der AMG G 65: In der Schrankwand leistet der jetzt schon brachiale 6,0-Liter-V12 dann 630 PS und schickt maximal 1.000 Newtonmeter Drehmoment an die Räder. Die Quittung? In 5,3 Sekunden wird die Top-G-Klasse künftig den Standard-Sprint auf Tempo 100 absolvieren können. Ob analog zur Leistung auch die Preise angehoben werden, ist noch nicht bekannt.

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