BMW-i3-Rivale auf Basis des Chevrolet Bolt kommt 2017

Das ging schnell: Nur gut einen Monat, nachdem Chevrolet sein neues Elektroauto Bolt in den USA vorgestellt hat, kündigt Opel seinen Ableger an. Er wird einen bekannten Namen weiterführen und ,Ampera-e" heißen.

Neue Perspektiven
Im Jahr 2011 hatte Opel den Ampera auf den Markt gebracht, einen Plug-in-Hybrid, der zwar viel gelobt wurde, aber wegen des recht hohen Preises nur mit mäßigem Erfolg auf dem Markt lief. Das soll der Ampera-e ab 2017 besser machen. Auch Opel-Chef Karl-Thomas Neumann schwelgt bereits in Vorfreude: Der Ampera-e ,öffnet der Elektromobilität ganz neue Perspektiven. Die bisherigen Nachteile wie zu hohe Preise und zu geringe Reichweiten sind jetzt endlich passé, so Neumann.

Der Bruder des Bolt
Erste Bilder zeigen, dass der Ampera-e fast baugleich mit seinem US-Schwestermodell Chevrolet Bolt ist. Letzterer kommt im Laufe des Jahres 2016 auf den amerikanischen Markt. Der Bolt ist 4,17 Meter lang und weist einen Radstand von 2,60 Meter auf. Zum Vergleich: Ein BMW i3 misst exakt vier Meter. Das Kofferraumvolumen des Bolt beträgt 480 Liter, weil die Batterien extraflach im Unterboden installiert sind, soll Platz für fünf Personen vorhanden sein. 435 Kilogramm wiegen die Akkus und ermöglichen eine Reichweite von rund 320 Kilometer. Per Schnellladung können die Batterien innerhalb einer Stunde zu 80 Prozent ,betankt" werden.

Preiswerter als ein i3?
Das maximale Drehmoment beträgt 360 Newtonmeter, die Leistung wird beim Bolt mit 150 Kilowatt (umgerechnet 204 PS) angegeben. In gut sieben Sekunden soll der Wagen auf Tempo 100 sprinten, die Spitze wird bei 145 km/h abgeregelt. Was wird der Opel Ampera-e kosten? Sein US-Bruder liegt dank staatlicher Zuschüsse, die in den USA zirka 7.500 Dollar betragen, unter der 30.000-Dollar-Marke. Wahrscheinlich ist, dass Opel hierzulande knapp die psychologisch wichtige 30.000er-Marke unterbieten wird. Die Gegner sind deutlich teurer: 34.900 Euro möchte VW für einen e-Golf, der BMW i3 startet bei 34.950 Euro.

Lesen Sie auch:

Bildergalerie: Opel fährt elektrisch