Mercedes-AMG GT S wird neues Safety Car

Die Straßenversion des Mercedes-AMG GT S hat ihre Markteinführung bereits hinter sich: Seit März 2015 steht der neue Sportwagen in den Schauräumen mit dem Stern. Nun betritt der GT S auch die Bühne der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft DTM. Den ersten Auftritt als offizielles Safety-Car hat der Mercedes-AMG GT S beim zweiten Saisonlauf am Lausitzring Ende Mai.

Nur die Abgasanlage ist anders
Der Antriebsstrang gleicht dem der Straßenversion des AMG GT S zu 100 Prozent. Für die Höchstleistung von 510 PS und das maximale Drehmoment von 650 Newtonmeter ist der 4,0-Liter-V8-Biturbomotor zuständig. 3,8 Sekunden benötigt der Wagen für den Sprint von null auf 100 km/h. Er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 310 km/h. Eine modifizierte Performance-Abgasanlage soll den V8 markanter klingen lassen. Im Serienzustand befindet sich dagegen das Siebengang-Sportgetriebe. Die Keramik-Bremsanlage ist auf Wunsch auch für die GT-Straßenversion erhältlich.

Optische Unterschiede
Optisch unterscheidet sich das Mercedes-AMG GT S Safety Car vom Serienfahrzeug vor allem durch den markanten LED-Leuchtbalken auf dem Dach. Dazu kommen ein zusätzlicher Frontspoiler sowie ein Heckflügel, die den Auftrieb an Vorder- und Hinterachse reduzieren sollen. Beides ist Bestandteil des auch für das Straßenfahrzeug erhältlichen Aerodynamik-Pakets.

Funkausrüstung und Sportschalensitze im Cockpit
Die Kommunikation zwischen Rennleitung und Safety-Car-Besatzung wird über ein an Bord befindliches Funkgerät gewährleistet. Für Halt sorgen Sechspunktgurte sowie Sportschalensitze mit AMG-Wappen. Ein unten abgeflachtes Performance-Lederlenkrad mit Zwölf-Uhr-Markierung ersetzt das Standard-Volant. Im Übrigen ist das Interieur des GT S auf Serienniveau.

Fahrer und Einsätze
Am Steuer wird Rennfahrer Jürgen Kastenholz sitzen. Er geht auf die Strecke, wenn gefährliche Situationen wie Unfälle, extreme Wetterbedingungen oder sonstige Zwischenfälle einen Einsatz nötig machen. Der GT S löst das bisherige Mercedes-Safety-Car ab, das als C 63 AMG Coupé Black Series von 2012 bis 2014 aktiv war. Aber auch Audi und BMW stellen Sicherheitsautos zur Verfügung, sodass die Fahrzeuge turnusmäßig wechseln und der GT S nur beim vierten Lauf im Zandvoort (10. bis 12. Juli) und beim Abschlussrennen in Hockenheim (16. bis 18. Oktober) zum Einsatz kommen wird.

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