Opel Adam R2 mischt die Rallye-Szene auf

Im Jahr 1974 wurde Walter Röhrl in einem Opel Ascona erstmals Rallye-Europameister. 1982 reichte es sogar zum Weltmeistertitel für Opel gegen die damals scheinbar unschlagbaren Audi quattro. 1989 endete jedoch das Engagement der Rüsselsheimer im Rallyesport. Das ist jetzt 25 Jahre her. Zum silbernen Jubiläum kehrte Opel Motorsport mit dem Adam R2 zurück auf schmale Bergstraßen, Wald- und Wiesenwege.

FIA-Reglement
Anfang 2014 wurde der kleine Flitzer aus Rüsselsheim von der FIA (Fédération Internationale de l`Automobile) technisch für die R2-Rallye-Klasse abgenommen. Diese Fahrzeugklasse bezeichnet dabei Autos, die mindestens 1.030 Kilo wiegen und Zweirad-Antrieb haben. Außerdem dürfen die Motoren nicht aufgeladen sein und einen maximalen Hubraum von zwei Liter aufweisen. Diese Kriterien erfüllt der Rallye-Zwerg und so konnte der 190-PS-Adam in den nationalen Rennen von Deutschland, Spanien, Österreich und Frankreich an den Start gehen. Dabei erwies sich der junge Opel bisher als ein sehr erfolgreiches Wettbewerbsfahrzeug. Nach 15 Renneinsätzen kann der Adam in seiner Klasse bereits zwölf Siege verbuchen. Für alle Statistiker: Das ist eine nennenswerte Siegesquote von 80 Prozent.

Lobeshymnen für 190 PS
,Der Adam R2 wurde unseren hohen Erwartungen bis heute vollauf gerecht", sagt Opel-Motorsport-Direktor Jörg Schrott. ,Das Auto ist schnell und zuverlässig. Unsere Teams loben das Fahrverhalten und wie gut es auf Änderungen in der Abstimmung reagiert. Die starke Performance, die unser Adam R2 zeigt, hat bereits das Interesse zahlreicher Kundenteams aus dem europäischen Ausland geweckt."

Nachwuchsförderung mit Blitz
Auch wenn man bei der Leistung von 190 PS einem alten Hasen wie Walter Röhrl maximal ein müdes Lächeln abgewinnen könnte – die Verantwortlichen und mit ihnen die Rallye-Junioren freuen sich über den erfolgreichen R2-Wagen. So konnten Marijan Griebel und Alexander Rath sowie Fabian Kreim und Josefine C. Beinke alle bisherigen Läufe der ADAC Rallye Masters 2014 auf den vordersten Rängen beenden. Damit kann für die jungen Opel-Werkspiloten die nächste Förderstufe von ADAC und Opel beginnen. Das Ziel ist schon gesteckt: Mittelfristig soll es ein junger deutscher Fahrer auf den europäischen Rallye-Gipfel schaffen – nach 25-jähriger Abstinenz natürlich in einem Opel.

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