3,7 Sekunden, 320 km/h: Tuner packt 650 PS in den Mercedes-AMG C 63 S

Zur Automesse IAA im Herbst 2015 hatte Brabus eine starke Interpretation des Mercedes-AMG C 63 S mit 600 PS vorgestellt. Zum Genfer Salon (3. bis 13. März 2016) zündet der Tuner nun die nächste Stufe und bringt den Viertürer in der 650-PS-Variante mit. Die Leistungsangabe muss man sich schon mal auf der Zunge zergehen lassen: In der Brabus-Version der Limousine wummern stolze 140 PS mehr als im AMG-Serienauto mit 510 PS. Das maximale Drehmoment wächst von 700 auf brachialere 820 Newtonmeter, die zwischen 1.750 und 4.500 Touren anliegen.

Zusatzsteuergerät und neue Turbolader
Derart befeuert, sprintet der Viertürer in 3,7 Sekunden auf Tempo 100 und wird bis zu 320 km/h schnell. Das etwas schwerere T-Modell, für das die Leistungsspritze ebenfalls verfügbar ist, braucht 3,8 Sekunden. Erreicht wird das Performance-Update dank eines Zusatzsteuergerätes und dem Einsatz spezieller Turbolader mit größeren Verdichtern. Ihre Kraft überträgt die Maschine per Siebengang-MCT-Automatik, die auch manuell mit Paddles am Lenkrad geschaltet werden kann.

Auspuff mit Klappensteuerung
Natürlich kommen auch am stärksten C Optik und Akustik nicht zu kurz: Fürs Aussehen (und je nachdem auch für eine optimierte Aerodynamik) sind ein Frontspoiler, Carbon-Blenden in den seitlichen Lufteinlässen und Carbon-Aufsätze für die Vorderkotflügel vorgesehen. Am Heck gibts einen neuen Spoiler, einen Diffusor und einen Schürzeneinsatz, der auch die beiden doppelflutigen Endrohre der Brabus-Sportabgasanlage integriert. Diese kommt komplett in Edelstahl und bringt eine Klappensteuerung mit. Vom Cockpit aus kann der Fahrer auf Knopfdruck festlegen, ob er mit diskretem Klang nach Hause kommt oder die Nachbarn mit Motorsport-Sound weckt.

Leder, Alcantara und Alu
Der Innenraum wird ganz nach Gusto des neuen Besitzers umgestaltet: Neben feinem Leder in Schwarz und Gelb ergänzen Alcantara-Akzente an den Sportsitzen, am Lenkrad am Armaturenbrett und an den Türinnenverkleidungen den feinen Eindruck. Dazu passen glänzender Klarlack, eine Alu-Pedalerie und Alu-Türpins.

Insgesamt über 200.000 Euro
Der brachiale Benz ist nicht ganz billig: Das Basisfahrzeug Mercedes-AMG C 63 S kostet 84.550 Euro, beim Auto auf unseren Bildern kommen viele Extras ab Werk hinzu, sodass unterm Strich 122.141 Euro stehen. Dazu muss man den Umbau bei Brabus addieren: Hier macht allein das Motor-Update 14.161 Euro aus, und das ist ja nicht der einzige Posten auf der Rechnung. In der Summe kostet der Foto-Wagen also stolze 209.316 Euro.

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