Für Jay-Leno-Reportage: Hennessey-Mustang knackt Schwelle

Er gehört zu den schnellsten Pony-Cars: Ein von Hennessey getunter Ford Mustang knackte die magische 200-Meilen-Marke. Erst bei 207,9 mph war Schluss – das sind umgerechnet stolze 335 Stundenkilometer. Hinterm Steuer saß Renn-Profi Brian Smith. Als prominenter Zeuge der Aktion kam US-TV-Star und Autoexperte Jay Leno zum Einsatz: Er hat das Spektakel für seine TV-Show ,Jay Lenos Garage" aufgezeichnet.

Im Februar 2015 nur 195 Meilen pro Stunde
Für John Hennessey, Chef der gleichnamigen Tuningschmiede, ist dieser Spitzen-Wert ein großer Triumph. Im Februar 2015 hatte er selbst mit 195 Stundenmeilen (ca. 314 km/h) auf der gleiche Strecke einen beachtlichen Wert eingefahren, kratzte damit aber nicht mal am 200er-Tachobalken. Doch er gab nicht auf: ,Wenn es beim ersten Mal nicht klappt, muss man einfach mehr Leistung reinpacken, die Drehzahl raufsetzen und es noch mal versuchen". Gesagt, getan, Erfolg gehabt.

Brutale 785 PS und 879 Newtonmeter
Um den Mustang auf solch hohen Speed vorzubereiten, hat ihm Hennessey ein Kompressorsystem verpasst und den Fünf-Liter-V8 umfassend modifiziert. Außerdem wurde die Aerodynamik der Karosserie mit Carbon-Flaps und -Spoilern optimiert. Die Maschine leistet nun brutale 785 PS und schafft 879 Newtonmeter Drehmoment herbei. Im Ergebnis wird der wilde Hengst nicht nur über 330 km/h schnell, sondern katapultiert sich auch in 3,4 Sekunden von null auf 60 Meilen pro Stunde (0 auf 96 km/h).

Von Geiger auf 709 PS gebracht
In Deutschland ist vor kurzem der Verkauf des neuen Mustang gestartet und zwar erstmals seit 50 Jahren wieder offiziell über die Ford-Händler. 3.000 Exemplare wird Ford noch in 2015 unter die Leute bringen und zwar ohne Rabatt. Das ist auch gar nicht nötig, die Autos gehen ohnehin weg wie warme Semmeln. Klar, mit 314 PS starkem Vierzylindermotor kostet das Coupé nur 35.000 Euro, mit klassischem V8 und wenig bescheidenen 421 PS ist es zum Schnäppchenpreis von 40.000 Euro zu haben. Und auch bei uns gibt es bereits Tuner, die schon Hand angelegt haben. Etwa Karl Geiger aus München, der dem US-Rennpferd ebenfalls per Kompressor 709 PS und 706 Newtonmeter Drehmoment entlockt. Damit wird der US-Bolide immerhin 305 km/h schnell.

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