Nismo greift nach dem Minivan Nissan Note

AMG, OPC, S, R oder M: Hinter all diesen Kürzeln verbergen sich die Performance-Versionen von Fahrzeugen deutscher Automobilhersteller. Bei Nissan trägt das Pendant den Namen Nismo: ,Nissan Motorsports International".

Geburtstagsgeschenk
Nismo feiert Geburtstag und die Jubilare beschenken sich selbst. Zum 30-jährigen Bestehen nahmen die Werkstuner ein weiteres Nissan-Modell unter ihre Fittiche. Ein Minivan soll es dieses Mal sein, richtig gehört, ein Minivan. Der Nissan Note soll laut Nismo-Chef Shoichi Miyatani den Kundenstamm erweitern und einen effizienten und sportlichen Wagen bieten, den, so wörtlich ,man einfach weiterfahren möchte, egal wo das Ziel auch liegen mag".

Nismo und Nismo S
In zwei Versionen soll der kompakte Van von Nismo angeboten werden: als Nismo und als Nismo S. Das Hauptaugenmerk der Nismo-Tuner lag beim optischen Erscheinungsbild des Wagens. Beide Performance-Modelle erhalten den typischen Look mit roten Akzenten an Außenspiegeln, Front- und Seitenschwellern. Dazu gesellt sich ein veränderter Grill, die Front- und Heckschürze wurde überarbeitet und die hintere Dachlinie endet in einem kleinen Spoiler. Der Nismo S kann darüber hinaus mit serienmäßigen Sportsitzen und optionalen Recaro-Rennsitzen aufwarten.

Pragmatismus versus Wunschdenken
Der Nismo S-Minivan kommt zudem mit einem angepassten Fünfgang-Schaltgetriebe, das war´s. Sonst sagt Nismo zu möglichen Leistungssteigerungen oder fahrtechnisch-relevanten Veränderungen nichts. Um den effizienten Charakter des Fahrzeugs zu erhalten und um der sportlich ambitionierten Familie den Wagen nicht völlig zu vergraulen, wird der V6-Biturbo mit 3,8 Liter Hubraum aus dem Nissan GT-R Nismo wohl Wunschdenken bleiben. Es wird wahrscheinlich vorerst bei einer moderaten Leistungssteigerung bleiben, aber man weiß ja nie, es gibt auch noch mehr Geburtstage.

Es gibt immer einen Haken
Optische und technische Finessen hin oder her: Der Haken an der Sache ist, dass der sportliche Minivan zwar im Herbst 2014 auf den Markt kommt – allerdings nur in Japan. Pläne für eine deutsche Markteinführung gibt es noch nicht. Hierzulande heißt es weiterhin, sich mit einem 1,2-Liter-Turbodiesel als Topversion zufriedengeben. Der leistet immerhin 98 PS und verhilft dem Kleinen zu einer Höchstgeschwindigkeit von 181 km/h.

Nachmachen Deutschland
Trotzdem können wir es kaum erwarten und hoffen, dass die deutschen Hersteller nachziehen und BMW den 2er Active Tourer mit dem M-Lable versieht, Opel den Agila zu OPC schickt oder AMG sich die Mercedes-B-Klasse vorknöpft.

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