Spyker C8 Preliator

Spyker, der niederländische Hersteller nobler Sportwagen, ist wieder da. Auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2016) stellt die Marke den C8 Preliator vor. Der Neuling ist der Nachfolger des im Jahr 2009 gestarteten C8 Aileron, von dem gerade die letzten fünf Stück im Spyker-Werk im englischen Coventry montiert wurden. Wie alle Modelle der Marke ist der C8 Preliator für Käufer gedacht, die liebevoll ausgeführte Details und maßgefertigte Teile schätzen. Die Produktion soll im letzten Quartal 2016 beginnen.

Road-Jet mit 420 PS
Das Design des Preliator integriert Elemente aus der Luftfahrt, die in der Geschichte des Unternehmens eine Rolle spielte. Das Auto soll ein "Road-Jet", ein Flugzeug ohne Flügel sein. Wie der Aileron wird auch der Neuling durch einen V8 von Audi angetrieben. Ein Kompressor hebt die Leistung des 4,2-Liter-Motors allerdings von 400 auf 525 PS, das maximale Drehmoment liegt nun bei 600 Newtonmeter. Geschaltet wird mit einer Sechsgang-Box von Getrag oder optional mit einer Sechsgang-Tiptronic von ZF. Der 4,63 Meter lange und nur 1,20 Meter hohe Wagen wiegt trocken 1.390 Kilo. Weniger im Fokus als die exklusiven Details stehen offenbar die Fahrleistungen, die Spyker nur nebenbei verkündet. Dabei sind sie durchaus ansprechend: 3,7 Sekunden dauert der Standardsprint, bis zu 322 km/h sind möglich. Die Exklusivität des Wagens ist durch die Limitierung auf 50 Stück gesichert.

Name erinnert an Spykers Überlebenskampf
Der etwas seltsam klingende Name stammt (wie das Firmenmotto "Nulli tenaci invia est via") aus dem Lateinischen, wo das Wort ,Krieger" oder ,Kämpfer" bedeutet. Wie das Design des Wagens ist dies ein Hinweis auf die Firmenhistorie, denn Spyker baute im Ersten Weltkrieg Kampfflugzeuge. Der Name soll aber auch an die Kämpfe erinnern, die die Marke als solche in den letzten Jahren ausgefochten hat: Nachdem Spyker 2010 Saab von General Motors übernommen hatte, sollte 2011 das verlustbringende Sportwagengeschäft verkauft werden. 2014 meldete Spyker dann Insolvenz an, aus der sich die Firma nun wieder aufgerappelt hat. Und nun zitiert Spyker-Chef Viktor R. Muller den großen Enzo Ferrari mit den Worten: ,Was hinter einem liegt, spielt keine Rolle."

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