Pininfarina H2 Speed

Wenn heutige Supersportler oft mit Hybridtechnik unterwegs sind, warum sollen dann künftige nicht mit Wasserstoff fahren? Das hat sich offenbar die Designschmiede Pininfarina gedacht und stellt auf dem Genfer Autosalon (3. bis 13. März 2016) den H2 Speed vor.

Kein bloßes Showcar, sondern fahrfähig
Die 4,70 Meter lange und nur 1,09 Meter hohe Studie ist kein fahrunfähiges Showcar, sondern wurde bereits auf der Rennstrecke getestet. Sie liegt zwischen Serien- und Rennwagen, könnte in Kleinserie produziert werden, meint Pininfarina. Die Brennstoffzellen-Technik des Autos stammt von der Partnerfirma GreenGT. Der Antriebsstrang besteht aus zwei Elektromotoren mit einer Leistung von 370 Kilowatt (503 PS). Der Strom dafür wird von zwei Niedertemperatur-Stacks (PEFMC, Polymer Electrolyte Fuel Cell) geliefert.

In 3,4 Sekunden auf Tempo 100
Die Kraft wird direkt auf die Hinterräder übertragen, das Übersetzungsverhältnis ist 1 zu 6,3 – Kupplung und Gangwahl entfallen also. Das Auto beherrscht ein Torque Vectoring, was wohl heißen soll: Die beiden E-Motoren an den Hinterrädern können unterschiedlich stark angetrieben werden. Die 6,1 Kilo gasförmiger Wasserstoff werden in zwei 700-bar-Behältern mitgeführt. Die Reichweite wird nicht angegeben, soll aber der eines Autos mit Verbrennungsmotor entsprechen. Aufgetankt wird in drei Minuten. Dank Leichtbau wiegt der Wagen nur 1.420 Kilo, die Gewichtsverteilung ist mit 41 zu 59 Prozent etwas hecklastig. Maximal sind 300 km/h mit dem Wasserstoff-Boliden möglich. Tempo 100 wird nach 3,4 Sekunden erreicht, damit liegt der Wagen etwa auf dem Niveau eines Ferrari FF oder Mercedes-AMG GT. Er dürfte wegen der Brennstoffzellentechnik aber weit teurer sein – doch vielleicht ist das bei der auf Exklusivität bedachten Kundschaft ja gerade erwünscht.

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