VW trotz Einbußen an der Spitze der Neuzulassungen

Halbzeit bei den Autoverkäufen 2016: Im Zeitraum von Januar bis Juni wurden in Deutschland 1.733.839 Neufahrzeuge zugelassen. Das ist ein Zuwachs von 7,1 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum in 2015. Die großen Gewinner kommen aus dem Segment der SUVs, aber auch andere Fahrzeugklassen und Hersteller dürfen sich freuen. An der Spitze steht ein Unternehmen, das trotz handfester Skandale nur einen kleinen Dämpfer bei den Zulassungen erhielt. Wir haben die wichtigsten Zahlen zusammengefasst.

Lexus und Tesla hinten
Beginnen wir mit den Marken, deren Neufahrzeuge im ersten Halbjahr 2016 am wenigsten zugelassen worden sind. Auf dem ,Relegationsplatz" rangiert SsangYong mit 1.752 Fahrzeugen. Allerdings darf sich die südkoreanische Marke über einen Zuwachs von satten 61,8 Prozent freuen. Auf Platz Zwei der Negativ-Zulassungen liegt Lexus mit 991 Autos. Das Schlusslicht markiert Tesla mit 778 Elektrofahrzeugen. Den größten Einbruch erlebte DS mit einem Rückgang um 15,4 Prozent, gefolgt von Suzuki mit -6,4 Prozent und Smart mit -4,7 Prozent.

Ewiger Spitzenreiter
Bei den größten Steigerungen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2015 liegt Honda mit einem Plus von 49,9 Prozent auf Platz Drei. Davor agieren wie erwähnt SsangYong mit +61,8 Prozent und der größte Gewinner Jaguar mit +99,5 Prozent. Die Briten konnten die Neuzulassungen damit fast verdoppeln. Den untersten Treppchenplatz bei den Gesamtzulassungen erklimmt Mercedes mit 156.869. Auf Platz zwei befindet sich Audi mit 159.501 neu zugelassenen Autos. Der ewige Anführer heißt weiterhin VW. Mit 346.188 Fahrzeugen – und damit mehr als doppelt so viel wie Mercedes-Benz – hängen die Wolfsburger die Konkurrenz deutlich ab – trotz einem kleinen Rückgang um 1,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieselgate scheint deutsche Kunden nicht davon abzuhalten, weiter Volkswagen zu kaufen.

Segmente und Antriebe
Betrachtet man die einzelnen Segmente, liegen die Autos der Kompaktklasse mit einem Anteil von 25,9 Prozent deutlich vor den Kleinwagen mit 14,3 Prozent und der Mittelklasse mit 12,8 Prozent. Knapp am Podium vorbei rutschen die SUVs, die aber das größte Wachstum zu verzeichnen haben – 26,1 Prozent mehr Neuzulassungen als im Vorjahr. Die häufigste Antriebsart bleibt weiter der Benziner. Mit einem Anteil von 51,5 Prozent konnte der Otto-Motor seine Position sogar noch um 9,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr ausbauen. Der Dieselmotor kommt auf 46,9 Prozent, Hybridantriebe auf 1,2 Prozent und reine Elektrofahrzeuge auf 0,3 Prozent.

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