Mercedes G-Klasse 2017 (W 464) als Erlkönig

Die Mercedes G-Klasse ist ein seltsames Auto. Es entstand bereits Anfang der 70er-Jahre, auf Drängen des persischen Schahs Reza Pahlavi, der damals ein größeres Daimler-Aktienpaket besaß und den Offroader für Grenzpatrouillen einsetzen wollte. Seit 1979 wird der Wagen nun hergestellt, mit etlichen Modellpflegen zwar, aber im Grunde unverändert. Die letzte Änderung stammt von 2012, für 2017 steht die nächste Renovierung an. Unser Fotograf hat nun Erlkönigbilder von der neuen Version gemacht.

Eckig und kantig wie bisher, aber breiter
Das G-Modell dürfte das interne Kürzel W 464 erhalten – die noch aktuelle Version lief unter W 463. Auch in der neuen Version bleibt der Wagen eckig und kantig wie gehabt – das wird die Fans freuen. Ansonsten erhält er eine etwa zehn Zentimeter breitere Karosserie für mehr Komfort im Innenraum. Zu erkennen ist die breitere Karosserie vor allem an der Motorhaube, dem Kühlergrill, der Frontscheibe und an der breiteren Tür des Kofferraums. Zum neuen Gesicht des 2017er-Modells gehört eine überarbeitete Stoßstange. Zudem erhalten Motorhaube und Kühlergrill ein moderneres Design. Die Scheinwerfer des nun fotografierten Prototypen sind noch nicht diskussionswürdig, denn es handelt sich nur um eine vorläufige Lösung – der neue G erhält Matrix-LED-Scheinwerfer.

Gewohnt ungewohnte Blinkerposition
Die Blinker sitzen wie gehabt wieder oben neben der Motorhaube – eine einzigartige Position. Die Fahrtrichtungsanzeiger bekommen aber ein neues Design. Die Radausschnitte bleiben so eckig wie gewohnt, aber die Radkästen wirken wie der neue Seitenschweller noch wuchtiger als beim aktuellen Modell. Technisch erhält die G-Klasse unter anderem modernere Motoren. Bisher gab es neben dem V12-Modell G 65 und den Achtzylinderversionen G 500 und G 63 nur einen V6-Motor – im G 350 d. Der Diesel kommt künftig statt auf 245 PS auf 258 PS wie im E 350 d. Auch einen G 43 mit einem 367 PS starken V6-Benziner könnte es künftig geben – das wäre ein weiterer V6. Der G 500 dürfte künftig wie der entsprechende GLE 455 statt 422 PS haben, und auch für die übrigen Motoren wird wohl wieder gelten: PS rauf, Verbrauch runter. Nur bei den Preisen wird es wohl keine Verbesserung geben. Sie begannen bisher bei 90.636 Euro für den Diesel, und günstiger wird es wohl auch in Zukunft nicht.

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