Neues Stufenheck kommt vorerst nicht zu uns

Kompakte Stufenheck-Limousinen sind in Deutschland pures Kassengift: Der VW Jetta verkauft sich in den USA blendend, hierzulande hingegen kaum. Ford hat erst gar keinen Stufenheck-Focus entwickelt, Citroën versucht es beim C-Elysée über einen günstigen Preis. Auch Renaults Versuche in diesem Segment waren zuletzt zum Scheitern verurteilt: An den Fluence erinnert man sich höchstens noch als Elektroauto. Trotzdem gibt es Märkte, die auf klassische Formen stehen. Für sie bringt Renault nun den neuen Mégane als Stufenheck.

Voluminöses Hinterteil
Möglich macht es das sogenannte CMF-Baukastensystem des Renault-Nissan-Konzerns. Damit können relativ kostensparend diverse Karosserievarianten verwirklicht werden, auch die Scénic-Vans gehören hierzu. Optisch setzt das Mégane Stufenheck auf die markante Frontpartie seiner Brüder, während das Heck an die Talisman Limousine erinnert. Wichtigstes Argument für den Stufen-Renault ist sein Kofferraum von 508 Liter Volumen, optional öffnet der Heckdeckel per Fußbewegung. Im Cockpit gibt es vertraute Ansichten: Sowohl der 8,7-Zoll-Bildschirm in der Mittelkonsole als auch das farbige Head-up-Display sind aus der Mégane-Familie bekannt.

Zielrichtung Osteuropa
Das Motorenangebot zeigt, dass Renault das Mégane Stufenheck mit spitzem Stift kalkuliert. Einstiegsaggregat ist ein 115 PS starker Saugbenziner mit Fünfgang-Schaltung oder CVT-Getriebe. Darüber rangiert ein 130-PS-Turbo, für den ein Doppelkupplungsgetriebe lieferbar ist. Die Diesel-Spanne reicht von 90 bis 130 PS, hier ist stets ein Sechsgang-Getriebe an Bord. Deutschen Kunden bleibt vorerst nur der Grauimport, denn die in der Türkei gebaute Limousine wird hauptsächlich in Osteuropa, darunter Tschechien und Polen angeboten. Auch Länder wie Irland, Italien und sogar Australien kommen in den Genuss. Überraschenderweise fehlen aber stufenheck-affine Nationen wie Spanien oder Portugal, auch in das Renault-Mutterland Frankreich kommt der Wagen zunächst nicht.

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