Kaege Retro: Der Traum vom modernen Klassiker

Ein originaler Porsche 911 aus den Sechziger- oder Siebzigerjahren macht einfach Freude – optisch, akustisch und fahrdynamisch. Leider schießen die Preise für klassische Elfer schon seit längerem so vehement durch die Decke, dass für die meisten Menschen der Traum vom 911 in sehr weite Ferne rückt. Außerdem ist so ein altes Auto ja auch recht anfällig und im Vergleich zu heutigen Fahrzeugen ziemlich unsicher. Also was tun? Die Kaege GmbH aus Stetten hat da eine Antwort parat: den Kaege Retro.

993-Technik im 911-Kleid
Hinter dem vielversprechenden Namen versteckt sich als Basis ein Porsche 993 (1993-1998), dessen recht moderne Technik in ein klassisches Kleid gezwängt wurde. Die Carbon-Karosserie soll das F-Modell des Porsche 911 von 1972 darstellen, ein zeitloses Design, das noch heute begeistert. Im Heck werkelt der letzte in Serie gebaute luftgekühlte Elfer-Motor mit 300 PS. Dank der Kohlefaser-Außenhaut und einer leichten Lithium-Ionen-Batterie muss das Triebwerk lediglich 1.195 Kilogramm bewegen – eine Zahl, von der moderne 911er nur träumen können. Ansonsten wurde die komplette Technik samt Klimaanlage, Sechsgang-Getriebe, Bremsanlage, Airbag und Scheibenwischer aus dem 993 übernommen.

70er-Flair im Cockpit
Besonderes Augenmerk hat Kaege auf die Scheinwerfer gerichtet. Im klassischen Design sorgt nämlich moderne LED-Technik von Osram für gute Licht- und Sichtverhältnisse. In den wunderschönen Kotflügeln finden sich dreiteilige Fuchs-Felgen, die mit passender Sportbereifung an ein KW-Gewindefahrwerk montiert sind. Im Innenraum verbreiten Recaro-Schalensitze mit Karo-Muster und ein Becker-Navigationssystem das passende 70er-Flair. Wer den Kaege Retro mit eigenen Augen sehen möchte, der kann das auf der Retro Classic in Stuttgart (16. bis 20. März 2016) tun.

Lesen Sie auch:

911 in neu oder 993 in alt?