Zwei besondere Scheunenfunde unter dem Hammer

Abgemeldet, abgestellt, vergessen: Ein Auto-Schicksal, das nicht selten mit aufregenden Scheunenfunden ein glückliches Ende nimmt. Doch nicht nur in alten Heuschobern verstecken sich automobile Schätze. Das beweist das britische Unternehmen H&H Classics, welches bei seiner nächsten Auktion am 12. Oktober 2016 zwei ganz besondere Gartenfunde anbietet.

E-Type im Dornröschenschlaf
Das jüngere der beiden Autos ist ein Jaguar E-Type Roadster aus dem Jahr 1966 – einer von nur 863 rechtsgelenkten 4,2-Liter-Modellen. Das rote Cabrio wurde erst kürzlich aus seinem jahrzehntelangen Dornröschenschlaf in einem Garten in Bedfordshire geweckt. Versteckt unter einer Plane verbrachte der E-Type den größten Teil seines Lebens im Schatten einer Stechpalme, die für die Bergung erst einmal gefällt werden musste. Den Zustand beschreibt man bei H&H Classics als ,überraschend gut", der Motor liefe frei und die originalen Reifen hätten immer noch genügend Luft. Der E-Type inklusive Hard- und Softtop soll bei der Auktion im Oktober umgerechnet zwischen 65.000 und 77.000 Euro einbringen.

Vorkriegsrennwagen
Bei dem zweiten Gartenfund handelt es sich um einen Lister aus dem Jahr 1933, der bereits 1970 vom jetzigen Verkäufer in einer Hecke entdeckt und gerettet wurde. Eine aufwendige Restaurierung lässt das Auto im Glanz längst vergangener Zeiten erstrahlen. Das Fahrzeug ist jenem Lister-Zweiliter nachempfunden, mit dem das Team ,Fox & Nicholl" mit den Fahrern Lewis und Hindmarsh den siebten Platz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1934 erreichte. Der rote Rennwagen ist straßenzugelassen und wurde gerade frisch revidiert. Der momentane Besitzer nutzte den Lister für ausgedehnte Touren aus England in die Toskana und legte dabei jährlich rund 8.000 Kilometer mit dem Vorkriegs-Renner zurück. Das Auto mit der langen und bewegten Geschichte soll bei der Auktion ein Gebot von 47.000 bis 60.000 Euro erreichen.

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