BMW bereitet neuen M4 GT4 für den Kundensport vor

Ursprünglich steht das M der M GmbH für Motorsport. Kein Wunder, dass sich die schnelle BMW-Tochter bis heute diesem Gedanken verpflichtet fühlt. Jetzt zeigt man das neueste Projekt, den M4 GT4. Er löst den bei Privatteams beliebten M3 GT4 ab.

Günstiger im Rennen
BMW-Motorsportchef Jens Marquardt verrät die Zielrichtung hinter dem M4 GT4: ,Die GT4-Kategorie erlebt zurzeit einen Boom. Sie bietet bezahlbaren Motorsport und spricht damit eine breite Zielgruppe an." Wie der Name schon verrät, rangieren GT4-Rennautos in Sachen Größe und Leistung unter den Boliden der GT3-Klasse. Letztere basieren auf Supersportwagen wie dem Mercedes-AMG GT, dem Audi R8 oder dem BMW M6. Das sorgt für deutlich höhere Kosten pro Saison als in der GT4-Klasse.

Leichte M-Mischung
Der M4 GT4 soll zudem im BMW-Kundensportprogramm die Lücke zwischen dem M6 GT3 und dem M235i Racing schließen. Ende 2016 starten die ersten Testeinsätze, damit die Rennställe zur Saison 2018 ein technisch ausgereiftes Fahrzeug haben. Der gesamte Antriebsstrang inklusive Elektronik wird vom BMW M4 Coupé übernommen. Die Carbon-Motorhaube stammt vom M4 GTS, hinzu kommen Türen aus Kohlefaser, ein spezieller Frontsplitter und Heckflügel sowie eine Rennsport-Abgasanlage. Beim Sitz, den Bremsen und der Pedalbox kommen Lösungen zum Einsatz, die vom BMW M6 GT3 abgeleitet sind. Die ersten Fahrzeuge des M4 GT4 sollen im zweiten Halbjahr 2017 ausgeliefert werden.

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