Vom Erlkönig zum virtuellen Gesamtfahrzeug

Eigentlich hütet BMW den Nachfolger eines Volumenmodells wie der 5er-Reihe wie ein Staatsgeheimnis. Erst auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober 2016) wird das Tuch von der intern G30 genannten 5er Limousine gezogen, die Anfang 2017 in den Verkauf geht. Doch schon jetzt erlauben die Bayern einen Blick auf das Auto.

Neue 5er-Reihe orientiert sich am 7er
Der nächste 5er ist naturgemäß noch getarnt, allzu offen möchte BMW seine Karten nicht legen. Trotz der Beklebung wird deutlich, dass man das bisherige geschickt weiterentwickelt und mit Elementen des 7ers verfeinert. Vom großen Bruder werden dann auch viele Assistenzsysteme übernommen, nicht aber die Carbon-Elemente für Teile der Karosserie. Das Stichwort Karosserie bringt uns zu dem, was BMW in Verbindung mit den Fotos eigentlich zeigen will: Als erster Autohersteller nutzt man ein besonderes Anlagenkonzept. In einer vollautomatisierten, optischen Messzelle bilden frei bewegliche Roboterarme mithilfe von Sensoren das gesamte Fahrzeug dreidimensional ab. Aus den erfassten Daten entsteht ein 3D-Modell mit extremer Genauigkeit. Kaum sichtbare Abweichungen können so früh aufgezeigt werden.

Mehr Qualität in Serie
Eduard Obst, Leiter der Messtechnik bei BMW, erklärt: ,Mit einer einzigen Messung erhalten wir ein vollständiges 3D-Datenmodell. Aufwendige Einzelmessungen entfallen. So sparen wir Zeit und erhöhen die Qualität zum Start der Serienproduktion." Diesem Zweck dient die sogenannte Vorserie: Hier werden noch Details optimiert und Fehler korrigiert, gleichzeitig ist sie gewissermaßen die ,Generalprobe" für die Abläufe in der Serienfertigung. Sie wird ungefähr zeitgleich zur Premiere des neuen 5ers um den 1. Oktober 2016 herum starten.

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Gallery: Erster Blick auf den 5er