Ein Audi-Q2-Ableger ergänzt das Angebot unterhalb des Ateca

Die spanische Marke Seat befindet sich im Aufwind: Im Jahr 2015 erzielte man erstmals seit sieben Jahren einen Gewinn, auch wenn er mit sechs Millionen Euro klein ausfällt. Einen großen Schub nach vorne erhofft man sich vom jüngst auf dem Genfer Autosalon vorgestellten SUV namens Ateca. Damit wird endlich eines der großen Seat-Probleme gelöst: Viel zu lange hatte die Marke kein SUV im Programm. Und das Crossover-Angebot wird als drittes Standbein des Unternehmens ausgebaut, so Vorstandschef Luca de Meo. Er bestätigte jetzt ein SUV unterhalb des Ateca. Das Auto könnte auf dem Pariser Autosalon 2016 (1. bis 16. Oktober) Premiere feiern.

Kleines SUV-Format aus Spanien
Während der Ateca bei Skoda in Tschechien vom Band läuft, wird sein kleinerer Bruder ab 2017 im Stammwerk in Martorell gebaut. Dort hat man bereits eine Produktionslinie an die neue MQB-A0-Plattform des Volkswagen-Konzerns angepasst. Sie ist die Grundlage für die neuen Generationen des VW Polo und Audi A1, aber auch des jüngst präsentierten Audi Q2, der aber in Ingolstadt entsteht. Der Q2 ist 4,19 Meter lang und weist einen Radstand von 2,60 Meter auf. Ähnliche Abmessungen dürfte auch der Seat-Ableger aufweisen.

VW zieht ebenfalls 2017 nach
Apropos Ableger: Natürlich werden auch andere Konzernmarken eigene Varianten eines kleinen SUVs bringen, allen voran VW. Hier dient die 2015 gezeigte Studie T-ROC als Blaupause. Ob auch Skoda mit ins Boot kommt, bleibt offen. Vermutlich werden sich Fans der böhmischen Marke noch gedulden müssen: Zum einen möchte man nicht die Zukunftspläne von Seat torpedieren, zum anderen basiert der derzeitige Fabia noch nicht auf der MQB-A0-Plattform. Darüber hinaus hat Skoda mit dem Yeti-Nachfolger und einem größeren SUV (interner Name: Snowman), die auf der normalen und der verlängerten Tiguan-Plattform basieren, bereits zwei heiße Eisen im Feuer.

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