Bereits 2018 kommt der Nachfolger des großen SUVs

Eigentlich kann uns erfahrene Autojournalisten kaum etwas überraschen. Doch als wir diese Erlkönigfotos bekamen, war die Diskussion im vollen Gange: Ein neuer BMW X5 auf Erprobungstour? Kann das sein? Schließlich ist das aktuelle Modell erst seit 2013 auf dem Markt.

Neuer Schale, alte Basis
Die Auflösung liefert der Blick auf die Technik des derzeitigen X5 mit dem Baureihencode F15. Sein Radstand misst 2.293 Millimeter. Warum diese präzise Angabe? Weil sein Vorgänger (intern: E70) exakt den gleichen Abstand zwischen den Achsen aufweist. BMW hat also über eine bekannte Plattform ein neues Kleid geschneidert. Da der E70-X5 bereits 2006 auf dem Markt kam, sind Teile des aktuellen Modells schon zehn Jahre alt. Die Zielsetzung für den neuen X5 lautet daher: Weniger Gewicht, aber mehr Effizienz und Dynamik.

Leicht und cross
Zu diesem Zweck verwendet BMW seine neue CLAR-Plattform, die bereits unter der 7er-Reihe steckt. Denkbar ist, dass auch für den X5 Leichtbau-Materialien wie Aluminium und Carbon in der Karosserie zum Einsatz kommen. Ein Indiz ist das auf dem Dachträger montierte Gewicht, um möglicherweise die Stabilität diverser Materialien zu treffen. Da sich der Erlkönig noch in einem frühen Prototypen-Stadium befindet, kann über das Design noch wenig gesagt werden. Wahrscheinlich wird man aber hier die neugewonnene Dynamik zum Ausdruck bringen wollen.

Antriebe aus dem Baukasten
Beim Motorenangebot greift BMW auf ein Baukastensystem zurück: Basis-Diesel dürfte ein Vierzylinder mit 190 PS werden, am anderen Ende rangiert der Quad-Turbo-Selbstzünder mit 400 PS aus dem 750d. Der Einstiegsbenziner holt aus zwei Liter Hubraum 258 PS. Parallel zum M760Li dürfte der X5 M satte 610 PS leisten, vor allem für den US-Markt ist ein Plug-in-Hybrid mit 326 PS Systemleistung vorgesehen. Auch künftig wird der BMW X5 in den USA gebaut, weshalb wir mit einer Messepremiere Anfang 2018 in Detroit rechnen.

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