Jaguar komplettiert die Historie

Jaguar hat eine lange und erfolgreiche Motorsportgeschichte. Eines der legendärsten Fahrzeuge? Der D-Type. Drei Le-Mans-Siege in Folge sprechen eine deutliche Sprache. Als Jaguar das D-Type-Projekt 1956 einstampfte, standen noch 25 Renn-Chassis unkomplettiert in den Werkshallen herum. Was tun? Man entschied sich, die eigentlich für den Kundensport gedachten Rennfahrzeuge fit für den Straßenbetrieb zu machen – der erste Supersportwagen der Geschichte. Bei einem großen Feuer in der Werkstatt verbrannten damals leider die letzten neun Fahrzeuge, ein unwiederherstellbarer Raub der Flammen. Bis heute.

Historische Rennwagen mit Straßenzulassung
Um die D-Types straßentauglich zu machen, wurden die Rennfahrzeuge in den Fünfzigerjahren leicht modifiziert. Die Scheibe wurde weiter nach oben gezogen und in einen Chromrahmen gesteckt, Seitenscheiben und eine Beifahrertür wurden installiert sowie Stoßstangen, Scheinwerfer und Rückleuchten geändert. Ein Stoffdach sollte die Passagiere vor Regen schützen. Nun werden die neun fehlenden der 25 Fahrzeuge umfassenden Serie unter der Zuhilfenahme von originalen Bauplänen, Zeichnungen und Modellen doch noch gebaut. Die Autos sollen dann an ausgewählte Jaguar-Kunden und Sammler in der ganzen Welt gehen. Kostenpunkt: ab 1,27 Millionen Euro.

Jaguar füllt immer mehr Lücken auf
Das Team von Jaguar Classic konnte bereits 2014 viel Aufsehen mit dem Nachbau von sechs originalgetreuen E-Type Lightweight erregen. Schon damals wurde ein wichtiges Stück Jaguar-Geschichte anhand von Originalplänen wiederhergestellt.

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