Renault Clio IV R.S. von Waldow Performance

Rheinbach in der Nähe von Bonn ist nur knapp 45 Kilometer vom Nürburgring entfernt. Kein Wunder also, dass bei Axel Waldow, dem Chef des gleichnamigen Autohauses, schon lange das Herz für den legendären Eifelkurs schlägt. Wenn man dann noch die äußerst rennstreckentauglichen Sport-Modelle von Renault verkauft und der Filius ebenfalls immer mehr dem Mythos Nürburgring verfällt, ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis das erste selbst aufgebaute Sondermodell fällig ist. Hier kommt der Renault Clio IV R.S. von Waldow Performance.

Schlumpfblaues Tracktool
Als Basis für das auffällige Tracktool dient die letzte Ausbaustufe des Renault Clio IV R.S. – der Trophy mit 220 PS und 280 Newtonmeter. Vom Serienmodell bis zur Nürburgring-Rakete war es allerdings ein langer Weg. Beginnen wir mit der Optik. Neben der Folierung in ,Smurf Blue" (Schlumpfblau) bekam der Kompaktsportler eine Fronstpoilerlippe sowie den Heckspoiler des Cup-Modells spendiert. Für die richtige Bodenhaftung beim Rennstreckeneinsatz sorgt ein Satz Dunlop-Direzza-Semislicks auf leichten Felgen von Sparco in 17 Zoll. Ein besonderes Schmankerl wartet hinter den Felgen auf den Fahrer. Da der serienmäßige Clio IV R.S. an der Front lediglich mit einer Schwimmsattelbremse ausgerüstet ist, spendierten die Waldows dem Tracktool die Bremsanlage aus der Rennversion mit Brembo-Festsätteln. Stahlflexleitungen und Sportbremsbeläge sorgen für Pluspunkte bei Druckpunkt und Verzögerung.

Fahrwerk von KW
Damit der Clio auf der Nürburgring-Nordschleife möglichst immer alle vier Räder auf dem heiligen Asphalt hat, arbeitet in den Radhäusern ein KW-Clubsport-Fahrwerk mit einstellbarer Zug- und Druckstufe sowie mit Spurverbreiterungen an Vorder- und Hinterachse. Eine Alu-Domstrebe im Motorraum sorgt für zusätzliche Steifigkeit des Chassis.

Motorsport-Atmosphäre im Cockpit
Im Innenraum fühlt man sich als Sportfahrer auf Anhieb wohl. Tief montierte Recaro-Vollschalensitze mit Vierpunkt-Gurten aus dem Hause Schroth und ein Alcantara-Lenkrad sorgen für Rennstrecken-Atmosphäre. Für mehr Sicherheit wurde außerdem ein Clubsportbügel von Wiechers verbaut.

Mehr Leistung für eine bessere Rundenzeit
Auch motorseitig hat sich Einiges getan. Aus dem Cup-Auto stammt die Wasserkühlung für den Ladeluftkühler – auf Knopfdruck. Ein Klappenauspuff von NAP sorgt für den richtigen Soundtrack bei der Kurvenhatz. Momentan befindet sich ein Leistungs-Kit mit größerem Turbo, anderer Downpipe und einem Sportkat in der Entwicklung. Mit mehr Leistung will der Sohn des Firmenchefs, Janis Waldow, 2016 beweisen, dass man auch mit einem ,kleinen" Clio in unter acht Minuten über die Nordschleife des Nürburgrings fliegen kann. Beim letzten Versuch blieb die Uhr bei knapp acht Minuten und zehn Sekunden stehen – es wird spannend.

Rund 40.000 Euro für ein feines Tracktool
Der Neupreis für ein baugleich modifiziertes Modell beträgt 41.000 Euro. Dabei sind alle Teile entweder problemlos beim TÜV einzutragen oder verfügen über eine ABE.

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