Neue SUVs von VW als Erlkönige

In der Sparte SUVs rüstet derzeit der ganze VW-Konzern massiv auf. Audi stellte den Q2 vor, Seat seinen Ateca und Skoda den Kodiaq. Auch bei VW selbst soll das Angebot ausgebaut werden. Zwei Modelle – Tiguan und Touareg – sind viel zu wenig für einen großen Hersteller. Mercedes zum Beispiel hat sieben, wenn man alle Crossover mitzählt: GLA, GLC, GLC Coupé, GLE, GLE Coupe, GLS und G-Klasse. Auch BMW hat eine beeindruckende Vielfalt von Modellen vorzuweisen. VW rüstet nun nach. Unser Erlkönig-Fotograf hat drei verschiedene Autos erwischt.

SUV auf Basis des Polo, keines auf Basis des Up
Ein SUV auf Basis des Up wird es wohl nicht geben, wie Anfang 2016 hinter vorgehaltener Hand mitgeteilt wurde. Die 2012 vorgestellte Studie Taigun geht also nicht in Serie. Anders verhält es sich mit einem SUV in der Kleinwagen-Klasse: Das Polo-SUV soll 2018 starten. Unsere Erlkönigbilder zeigen, dass sich das Modell am Tiguan orientiert – ähnlich ist zum Beispiel die Hecklampen-Grafik. Im Vergleich zum normalen Polo hat der Wagen mehr Bodenfreiheit und weiter ausgestellte Radkästen. Die Front wirkt bullig und steht fast senkrecht, die Details sind noch nicht erkennbar.

T-Cross und T-Roc
Zu vermuten ist, dass das Auto ähnlich aussieht wie die in Genf gezeigte (allerdings oben offene) Studie T-Cross Breeze. Das bedeutet: schlitzartige Scheinwerfer, die nahtlos in einen Grill mit Querlamelle übergehen, dazu dick umrandete Nebelleuchten neben einem unteren Lufteinlass. Die Länge dürfte wie bei der Studie um die 4,13 Meter betragen. Eine Etage über dem T-Cross plant VW einen T-Roc – ein SUV auf Basis des Golf. Eine Studie zeigten die Wolfsburger schon 2014 auf dem Genfer Salon, Erlkönigbilder von dem Golf-SUV gab es bisher aber keine.

Langversion des Tiguan oder VW-Version des Kodiaq
Den vor kurzem gestarteten Tiguan soll es bald auch in einer Langversion geben, die den gleichen Radstand hat wie der Skoda Kodiaq. Soviel war bekannt. Unser Fotograf hat den Tiguan XL nun aber schon völlig ohne Tarnung erwischt. Wie den Kodiaq gibt es auch den Tiguan XL als Siebensitzer. Der längere Radstand macht sich an der hinteren Tür bemerkbar, die ungewöhnlich lang ist. So könnte das Auto ein ideales Angebot für das SUV-verliebte China sein, wo der Eigentümer in der Regel hinten sitzt und sich chauffieren lässt. Auf den Markt kommt der Tiguan XL schon 2017. So könnten wir den Wagen schon auf dem Pariser Salon zu sehen bekommen, oder spätestens im Spätherbst in Los Angeles.

Der Dicke mit großem Grill
Auch einen Prototyp des neuen VW Touareg hat unser Chef-Knipser ertappt. Die zweite Generation des großen SUV ist bereits seit 2010 auf dem Markt, ein Generationswechsel steht also für 2018 an. Eine seriennah wirkende Studie zeigte VW schon im Frühjahr: Das T-Prime Concept stand als Plug-in-Hybrid (GTE) auf der Auto China in Peking. Unsere Erlkönigbilder zeigen Türen und Teile der Fensterlinie schon fast ohne Tarnung. Unter dem schwarzen Sack an der Front und am Heck verbergen sich Lufteinlässe, Scheinwerfer und Hecklampen, deren Design noch im Dunkeln bleibt. Die Front wirkt jedoch sehr breit und scheint einen großen Grill zu bekommen. Man erkennt auch schon die Grafik der Scheinwerfer und Hecklampen. Das Auto wird wohl kaum anders als die Studie T-Prime aussehen. Spannend bleibt aber, ob auch der Modellname geändert wird. Unser Vorschlag für eine einheitliche Benennung: Ticross, Tiroc, Tiguan, Tiprime.

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