In diesen Werken ist Kurzarbeit geplant

Das waren Zeiten: Beim seligen Käfer fertigte VW fast alles noch im eigenen Haus. Doch die Zeiten haben sich geändert, ohne eine Armada von Zulieferern läuft heute nichts mehr. Blöd nur, wenn jene externe Lieferanten dem Weltkonzern zeigen, wer am längeren Hebel sitzt. Als Folge muss VW die Produktion in seinen deutschen Werken bis Ende August deutlich herunterfahren. Wir zeigen, was das für die Mitarbeiter bedeutet.

Voraussichtlich Kurzarbeit
Zwar hat das Landgericht Braunschweig auf Betreiben von VW einstweilige Verfügungen erlassen, damit die Zulieferer ihren Verpflichtungen nachkommen, aber bislang ohne Erfolg. Bis es eine Einigung gibt, kündigt Volkswagen sogenannte ,Flexibilisierungsmaßnahmen" an. Konkret bedeutet das: Auch Kurzarbeit ist möglich.

Rund 28.000 Mitarbeiter sind betroffen
In Emden ist die Passat-Produktion vom 18. bis zum 24. August 2016 mit 7.500 Arbeitnehmern betroffen. Rund 10.000 Mitarbeiter müssen vom 22. bis zum 27. August in Teilbereichen der Wolfsburger Golf-Fertigung kürzertreten. Zwickau ist mit der Golf- und Passat-Produktion betroffen, es trifft vom 22. bis zum 26. August rund 6.000 Angestellte. Auch VW-Werke für die Komponentenfertigung sind betroffen: Kassel (Getriebe und Abgasanlagen) vom 25. bis 29. August mit 1.500 Mitarbeitern, Salzgitter (Motoren) vom 24. bis 30. August mit rund 1.400 Mitarbeitern und Braunschweig (Fahrwerk- und Kunststoffteile) vom 22. bis 29. August mit rund 1.300 Betroffenen.

Lesen Sie auch:

Kurzarbeit bei VW