Luxus-Boote vom Autohersteller

Weltpremiere an der Côte d'Azur: Vor Nizza startete nun die von Mercedes-Benz Style gestaltete Jacht Arrow460–Granturismo auf ihre Jungfernfahrt. Das erste Exemplar trägt passenderweise den Namen Mercedes und begründet ein neues Bootskonzept: Der ,Silberpfeil der Meere" soll die Vorteile eines offenen Boots mit denen eines Rumpfkabinenkreuzers verbinden. Konzipiert als Crossover, bietet die Jacht eine hohe Variabilität und eignet sich gleichermaßen für Tagesausflüge und Übernachtungen, so Mercedes.

Zu zehnt reisen – hinter Glas oder draußen
Das 14 Meter lange Boot bietet Platz für bis zu zehn Passagiere. Angetrieben wird es von zwei Dieselmotoren mit je 480 PS, was eine Reisegeschwindigkeit von bis zu 30 Knoten ermöglicht – maximal sind sogar mehr als 40 Knoten möglich, was über 70 km/h entspricht. Der vordere Teil der Jacht besteht aus einer Kabine mit versenkbaren Seitenscheiben, der hintere Bereich ist offen. Die Verglasung lässt sich elektronisch analog der ,Magic Sky Technologie" von Mercedes-Glasdächern in der Durchlässigkeit verstellen. Bei Bedarf können Tisch und Bett im Inneren ausgefahren werden, außerdem gibt es eine Nasszelle und eine separate Umkleidekabine. Neben einer Klimaanlage und einem hochwertigen Audiosystem verfügt die Jacht sogar über einen ,Weinkeller" und eine Eismaschine. Die Jacht entstand in Kooperation mit dem Bootsbauer Silver Arrows Marine. Einen Preis gibt Mercedes nicht an.

Offene Aston-Martin-Jacht
Auch Aston Martin stellt eine luxuriöse Jacht vor, die allerdings – passend zur Marke – deutlich sportlicher akzentuiert ist. Das ,Powerboot" namens AM37 entstand in Zusammenarbeit mit dem Bootsspezialisten Quintessence und war kürzlich auf der Mailänder Möbel- und Designmesse ,Salone Internationale del Mobile" (12. bis 17. April 2016) zu sehen. Ist die Mercedes-Jacht halb geschlossen und halb offen, so ist das Boot aus England im Grunde vollständig offen, auch wenn es im Vorderteil eine Kabine gibt. Durch ein fernbedientes ,Schiebedeck" (sliding deck) lässt sich das Innere des Führerstands vor Dieben und dem Wasser schützen: Auf Tastendruck schiebt sich eine Carbon-Wand aus dem hinteren Bootskörper über den Bereich von Bootsführer und Passagieren. Letztere finden auf zwei Sitzen und einer Bank Platz. Die Instrumente sind avantgardistisch, es gibt einen 15-Zoll-Touchscreen für die Bedienung des Infotainmentsystems und ein Lenkrad mit Aston-Martin-Logo für den Skipper.

Fast 100 km/h möglich
Zu den weiteren Features gehört eine Fingerabdruck-Erkennung für den Kapitän, ein elektrisches Ankersystem, eine Badeplattform am Heck und ein leichtes Bimini-Sonnenverdeck aus Carbonfasern, das elektrisch bedient wird. Im Inneren gibt es eine Galley mit Mikrowelle, Espressomaschine und Kühlschrank, einen Speisetisch, ein Sofa-Doppelbett und eine Toilette. Zwei Versionen werden angeboten: Das AM 37 ermöglicht etwa 44 Knoten (81 km/h). Man hat hier die Wahl zwischen zwei 370-PS-Dieselmotoren und zwei 430-PS-Benzinern. Sportlicher ist das AM37 S, das mit seinen beiden 520-PS- Benzinmotoren eine Spitze von 52 Knoten schafft – das sind fast 100 km/h. Auf den Markt kommt die Aston-Martin-Jacht Ende 2016, auch hier wird kein Preis genannt.

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