Mercedes streckt die Limousine für China

China ist anders, auch hinsichtlich der Wünsche von Autokunden: So sind im Reich der Mitte verlängerte Versionen von bekannten europäischen Modellen beliebt, vor allem der oberen Mittelklasse. Deshalb zeigt Mercedes nun auf der "Auto China" in Peking (29. April bis 4. Mai 2016) die neue E-Klasse als Langversion.

Mobiles Büro im Stau
Der Grund für die Verlängerung ist im Verkehrsaufkommen chinesischer Metropolen zu suchen. Hier steht man oft und lange im Stau, weshalb der Fond gerne als Arbeits-, Besprechungs- und Ruheraum genutzt wird. Im Fall der Mercedes E-Klasse im XL-Format gibt es davon genug, denn die 4,92 Meter messende Normalversion wird um 14 Zentimeter gestreckt. Das Resultat sind 5,06 Meter, auch der Radstand wächst von 2,94 Meter auf 3,08 Meter. Der Zuwachs kommt fast komplett der Beinfreiheit der hinten mitfahrenden Passagiere zugute.

Hinten bleibt der Tee warm
Gleichzeitig eröffnen sich so neue Ausstattungsmöglichkeiten für den Fond. Serienmäßig ist eine klappbare Mittelarmlehne mit beleuchtetem Ablagefach und USB-Anschluss. Auf Wunsch gibt es eine beheizbare Armauflage, ein fest in die Mittelarmlehne integriertes Touchscreen-Display oder sogar eine verlängerte Mittelkonsole inklusive temperierbaren Cupholder. Überdies können die Fondpassagiere bestimmte Fahrzeug- und Infotainment-Versionen steuern.

Produktion in China für China
Der längere Radstand ist von außen an den zusätzlichen Dreiecksfenstern in der C-Säule auszumachen, hinzu kommt eine verlängerte Dachlinie. Zur Wahl stehen zwei Frontpartien mit Stern auf der Motorhaube oder im Kühlergrill. Die restlichen Attribute sind bereits aus der ,normalen" E-Klasse bekannt, etwa unzählige Assistenzsysteme oder die beiden 12,3 Zoll großen Displays im Cockpit. Stets serienmäßig ist aber die Neunstufen-Automatik. Für China ist das Touchpad in der Mittelkonsole wichtig: Es erkennt die unzähligen Schriftzeichen der Sprache. Produziert wird die E-Klasse Langversion bei ,Beijing Benz Automotive Co." (BBAC), einem Joint-Venture von Daimler und BAIC.

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