ADAC-Pannenstatistik 2016

Eigentlich wollte der Automobilclub ADAC ja Schluss machen mit der Pannenstatistik. Vor allem sollten die Rankings für die Pannensicherheit der Modelle wegfallen, die sollten nur noch Mitgliedern über die ADAC-Website zur Verfügung stehen, wie uns im Februar 2015 eine ADAC-Sprecherin sagte. Nun hat es sich der ADAC wohl doch noch mal anders überlegt und publiziert die Statistik in ähnlicher Form wie früher – als ,wichtige Orientierungshilfe für alle Gebrauchtwagenkäufer", so der ADAC.

In der Golfklasse brilliert der Toyota Auris
Allerdings werden in der aktuellen Übersicht nur zwei Autoklassen betrachtet: die untere Mittelklasse und die Mittelklasse. In Ersterer (die oft auch als Golf-Klasse bezeichnet wird) hat der Toyota Auris eine makellose Weste in sieben der acht ausgewerteten Altersstufen. Audi Q3, BMW 1er und X1, Mazda 3, Mercedes A- und B-Klasse, VW Caddy und Golf bieten ebenfalls gute Werte in allen Jahrgängen. Bei älteren Modellen zeigen Opel Zafira und Peugeot 307 ausgeprägte Schwächen. Citroën Berlingo, Peugeot 308 und Renault Kangoo haben über alle Jahre eine durchwachsene Bilanz.

Enttäuschend: Opel Insignia
Die Mittelklasse wird von den deutschen Premiumherstellern dominiert. Die Modelle von Audi, BMW und Mercedes sind durchgängig sehr pannensicher. Nur die C-Klasse schwächelt leicht in zwei Baujahren. Aber auch der Skoda Octavia zeigt eine stabile Pannenbilanz. Am anderen Ende kämpfen Ford Mondeo und S-Max, Opel Insignia und Signum/Vectra sowie ältere VW Sharan mit hoher Pannenhäufigkeit.

Batterieprobleme sind am häufigsten
Datenbasis für die Pannenstatistik sind die über 2,4 Millionen Einsätze der Straßenwacht im Jahr 2015. Dabei ergibt sich die sogenannte Pannenkennzahl, die sich aus der Zahl der Pannen eines Modells pro Baujahr errechnet, bezogen auf je tausend Fahrzeuge. Neben den Ergebnissen zu den einzelnen Modellen (die Details finden Sie in unserer Bildergalerie als Infografik) veröffentlicht der ADAC auch Angaben zur Art der Pannen. Davon entfielen auf Batterieprobleme mehr als ein Drittel (35,7 Prozent, Steigerung um 1,5 Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr). Im sechsten und siebten ,Lebensjahr" eines Autos ist die Gefahr einer streikenden Batterie dabei am höchsten, denn so alt wird die erste Batterie im Durchschnitt.

Je älter das Auto, desto häufiger die Pannen
Es folgen Probleme mit dem Motormanagement (15,2 Prozent) sowie sonstige Pannen rund um Karosserie, Lenkung, Bremsen, Fahrwerk und Antrieb (14,1 Prozent). Die Wahrscheinlichkeit, einen Straßenwachtfahrer zu benötigen, steigt mit dem Fahrzeugalter – das leuchtet ein. Die Spitze wird bei 14-jährigen Pkw erreicht. Danach werden Autos offensichtlich aus dem Verkehr gezogen oder als ,Youngtimer" mit geringerer jährlicher Fahrleistung gepflegt, die der ADAC wieder seltener zu sehen bekommt.

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