Hyundai liftet den i10 und verpasst ihm mehr Ausstattung

Derzeit herrscht in der Kleinstwagenklasse der Schönheitswahn: Kia hat bereits vor geraumer Zeit den Picanto geliftet und VW den Up unters Messer gelegt. Jetzt zieht Hyundai nach und frischt den 2013 eingeführten i10 auf. Offiziell vorgestellt wird der Cityflitzer auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober 2016).

Maßvolle Retuschen
Der in der Türkei gebaute i10 ist für Hyundai ein Bestseller, inzwischen liegt er markenintern bei den deutschen Verkäufen auf Platz drei. Nun wird also etwas an den Schrauben gedreht, damit der bislang 3,66 Meter kurze i10 weiterhin beliebt bleibt. Besitzer eines aktuellen i10 müssen sich indes nicht grämen, denn allzu radikal fällt das Facelift nicht aus. Vorne wird der Stoßfänger geändert, die Optik der Frontpartie soll sich laut Hyundai an dem ,Kaskaden-Grill" der neuesten Modelle wie i20, Tucson oder dem ebenfalls in Paris stehenden i30 orientieren. Die bislang vertikalen LED-Tagfahrleuchten werden punktförmig und wandern etwas nach innen. Ihre Optik findet sich im geänderten Heckstoßfänger bei den Nebelschlussleuchten wieder.

Endlich ein Navi ab Werk
Auffälligste Änderung im Innenraum ist das neue Sieben-Zoll-Navigationssystem. Integriert sind hier zusätzlich AppleCarPlay und Android Auto, um so die wichtigsten Smartphone-Apps auf dem Touchscreen zu spiegeln. Bei der Navigation kommen sieben Jahre kostenlos nutzbare TomTom-Live-Services mit Echtzeit-Stauinfos oder lokalen Wetter-Infos hinzu. Bemerkenswert: Bis zehn Jahre nach dem Produktionsende bekommen Kunden kostenlose Updates für das Kartenmaterial und das Betriebssystem.

Noch mehr Sicherheit an Bord
Eine weitere Neuerung ist sowohl der Konkurrenz als auch höheren Anforderungen bei Crashtests geschuldet. Eine Multifunktionskamera in der Windschutzscheibe liefert Informationen für ein Frontunfall-Warnsystem und einen Spurhaltewarner. Bei einem drohenden Frontaufprall wird der Fahrer akustisch und visuell gewarnt, der Spur-Assistent gibt ab 60 km/h Laut. Beide Systeme werden aber wahrscheinlich aufpreispflichtig sein.

Alte Bekannte unter der Haube
Wer möglicherweise auf einen kleinen Turbomotor wie im VW Up gehofft hatte, wird enttäuscht. Auch künftig bietet das i10-Programm nur zwei Saugmotoren. Basisantrieb ist ein Dreizylinder mit einem Liter Hubraum und 67 PS. Ihn gibt es auch mit Start-Stopp-System oder als Flüssiggas-Version. Für längere Strecken idealer ist der 1,2-Liter-Vierzylinder mit 87 PS. Serienmäßig haben beide Aggregate ein manuelles Fünfgang-Getriebe, für Schaltfaule ist eine Viergang-Automatik im Programm. Zum Preis des optimierten i10 äußert sich Hyundai noch nicht, bislang startet der stets fünftürige Wagen bei 9.990 Euro.

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