Mit dem neuen i30 bläst Hyundai in der Kompaktklasse zur Attacke

Der ehemalige Volkswagen-Boss Martin Winterkorn machte ihn mit einem Schlag berühmt. Auf der IAA 2011 inspizierte ,Wiko" den damals neuen Hyundai i30 und befand mit Blick auf die Lenkradverstellung ärgerlich: ,Da scheppert nix!". Fünf Jahre später möchte Hyundai mit der dritten i30-Generation erneut die Kompaktklasse aufmischen. Vorgestellt wird der neue i30 auf dem Autosalon in Paris (1. bis 16. Oktober 2016).

Stolz auf die Kaskade
Chefdesigner Peter Schreyer ist sehr angetan von seiner Kreation: ,Der neue Hyundai i30 steht für einen Neuanfang, auf den wir sehr stolz sind." Damit das auch die Kundschaft sieht, hat Schreyers Team dem i30 als erstem Hyundai-Modell einen sogenannten ,Kaskaden-Kühlergrill" spendiert, der laut Hersteller vom Fließen geschmolzenen Stahls inspiriert ist. Ansonsten wurde der i30 gegenüber dem Vorgänger aber angenehm versachlicht. Vertikale LED-Tagfahrlichter mit Blinker-Funktion sind Serie, optional sind LED-Scheinwerfer erhältlich. Das Felgenprogramm reicht von 15 bis 17 Zoll, insgesamt zwölf Lackfarben stehen für den neuen i30 bereit.

Den Anschluss gefunden
Details zu den Abmessungen gibt Hyundai noch nicht preis, allzu sehr dürften die bisherigen 4,30 Meter aber nicht wachsen. In den Kofferraum passen 395 Liter, knapp 20 Liter mehr als bislang. Bei umgeklappten Rücksitzen steigt das Volumen auf bis zu 1.301 Liter an. Im Cockpit fällt vor allem der Acht-Zoll-Touchscreen des Navigationssystems auf. Er kostet aber Aufpreis, Standardlösung ist ein Fünf-Zoll-Touchscreen mit Bluetooth-Schnittstelle und Rückfahrkamera. Die größere Lösung bietet darüber hinaus auch Apple CarPlay und Android Auto.

Viele neue Helfer
Besonders bei den Assistenzsystemen rüstet Hyundai den neuen i30 auf. Im Angebot sind nun unter anderem ein ab 10 km/h aktiver Tempomat mit Abstandsregelung, ein autonomer Bremsassistent, eine Verkehrszeichenerkennung sowie ein Müdigkeitswarner.

Mehr Turbo und Doppelkupplung
In Sachen Gewicht hat Hyundai den i30 leicht abgespeckt. Hinsichtlich der Motorenauswahl bringt der Modellwechsel vor allem im Benziner-Bereich echte Fortschritte. Basismotor bleibt der 1,4-Liter-Saugbenziner mit 100 PS und manuellem Sechsgang-Getriebe, darüber rangiert der schon aus dem i20 bekannte Einliter-Dreizylinder mit Turbo und 120 PS. Er liefert 170 Newtonmeter maximales Drehmoment. Sogar 242 Newtonmeter bietet der neue 1.4 T-GDI mit vier Zylindern und 140 PS. Für ihn ist auch ein Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe lieferbar. Auf der Dieselseite hat Hyundai das bisherige 1,6-Liter-Aggregat überarbeitet. Hier reicht das Angebot nun von 95 PS über 110 PS bis zu 136 PS. Für die beiden stärkeren Varianten kann das Siebengang-DKG geordert werden.

Marktstart im Frühjahr 2017
Besitzer eines i30 wissen es: Das Fahrwerk ist nicht ganz das Gelbe vom Ei. Hier hat Hyundai laut eigener Angabe beim Abroll- und Federungskomfort nachgebessert. Alle neuen i30 verfügen über eine umgeführte Mehrlenker-Hinterachse und straffer abgestimmte Stoßdämpfer. Persönlich davon überzeugen können sich Martin Winterkorn und andere Interessenten ab Frühjahr 2017, wenn der fünftürige i30 auf den Markt kommt. Die Preise dürften bei knapp über 16.000 Euro starten. Im gleichen Jahr wird die Palette durch einen Kombi, einen eigenständigen Dreitürer und ein sportliches N-Modell mit rund 270 PS ergänzt.

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