Fiat Tipo Fünftürer ab 14.990 Euro zu haben

Ob es Zufall ist, dass die Launch-Farbe des neuen Fiat Tipo Schrägheck ein Grau ist? Wohl kaum, die Marketingstrategen wählen so eine Farbe mit Bedacht. Und es passt zur Positionierung: Die italienische Marke will sich nach dem emotionalen 124 Spider hier wieder auf den rationalen Teil der Marke konzentrieren, schreibt Fiat selbst.

Modellpalette verdoppelt!
Bei seinem Kompaktmodellen hat Fiat im Lauf der Jahrzehnte eine Menge Namen verschlissen. Nach Ritmo, Tipo, Bravo/Brava/Marea, Stilo und nochmal Bravo heißt der neueste Kompakte wieder Tipo. Dass es das neue Modell in drei Karosserieversionen geben wird, war schon bekannt. Nach der für Deutschland eher unwichtigen Stufenheckversion, die im März 2016 startete, folgt nun im Sommer das Schrägheck. Damit habe man die ,Modellpalette verdoppelt", verkündet Fiat stolz. Im Herbst kommt dann noch der Kombi.

Kia und Fiat bauen die günstigsten Schrägheckler
Der rationale Anspruch des VW-Golf-Konkurrenten zeigt sich außer in der Farbe beim Preis: Schon ab 14.990 Euro bekommt man das Auto. Im Vergleich zum Golf ist das günstig, denn für dessen Basismodell zahlt man fast 3.000 Euro mehr. Und hier kosten die Fondtüren Aufpreis, während sie beim Tipo Serie sind. Allerdings: Der fünftürige Kia Cee'd 1.4 ist ebenfalls für exakt 14.990 Euro zu kriegen. Zufall? Wohl kaum. Doch das macht den Fiat nicht unattraktiver, denn der Cee'd 1.4 und der Tipo 1.4 sind die einzigen Fünftürer dieser Größe, die es für so wenig Geld gibt. Für einen Skoda Rapid Spaceback 1.2 TSI oder Toyota Auris 1.33 werden schon jeweils 600 Euro mehr fällig.

T-Jet versus E-torQ
Rationalität wird oft mit viel Kofferraum in Verbindung gebracht. Und hier punktet der 4,37 Meter lange Tipo mit 440 Liter Volumen – ein Cee'd oder Golf bietet nur 380 Liter. Wie die Stufenhecklimousine wird auch der Tipo Schrägheck in den Ausstattungen Pop, Easy und Lounge angeboten. Auch hier gibt es zwei Benziner und zwei Diesel, aber es gibt einen Unterschied: Beim Schrägheck haben die Benziner und die Diesel jeweils 95 und 120 PS, doch beim Stufenheck leistet der stärkere Benziner nur 110 PS. Denn in die Stufenheckversion wird der aus dem 500X bekannte 1.6 E-torQ eingebaut, während das Schrägheckversion den 1.4 T-Jet aus dem 500L bekommt.

Fast identische Basisausstattung beim Kia Cee'd
Das Basismodell ist der Tipo 1.4 16V Pop mit 95 PS für besagte 14.990 Euro. Bei Kia erhält man für das gleiche Geld den Cee'd 1.4 Attract mit fünf PS mehr. Die Serienausstattung des Fiat umfasst eine Klimaanlage, elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel, eine Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, elektrische Fensterheber vorne sowie eine Audioanlage. Das Cee'd-Basismodell ist ähnlich ausgestattet, es fehlen aber die Klimaanlage und die Spiegel-Entfrostung, der Kia hat dafür ein eingebautes CD-Laufwerk.

Auch Abstandstempomat erhältlich
Die mittlere Version Easy ist ab 15.990 Euro zu haben. Hier kommen ein Fünf-Zoll-Touchscreen, elektrische Fensterheber hinten, ein Lederlenkrad, ein Lederschaltknauf sowie LED-Tagfahrlicht und verchromte Türgriffe dazu. Die Topversion Lounge ist nochmal einen Tausender teurer und bietet zusätzlich 16-Zoll-Alufelgen, eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, Licht- und Regensensor, einen Tempomaten, Nebelscheinwerfer mit Abbiegelicht und einen Sieben-Zoll-Touchscreen. Ausstattungspakete bieten Extras wie Ledersitze, Navigationssystem, Abstandstempomat oder City-Notbremsassistent. Und wenn Ihre Lieblingsfarbe nicht Grau ist, können Sie den Tipo auch in sieben anderen Farben bestellen – vielleicht kommt so doch noch etwas Emotion ins Spiel.

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