Motoren, Abmessungen, Marktstart: Alle Infos zur Neuauflage

Bereits vor einigen Wochen zeigte Kia erste Bilder des neuen Rio. Jetzt öffnen sich die Vorhänge über den letzten Geheimnissen des koreanischen Kleinwagens, der dem Publikum auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober 2016) präsentiert wird.

Ein wenig länger, aber viel übersichtlicher
Beginnen wir bei den Abmessungen: Hier wächst der in Korea gefertigte neue Rio um 15 Millimeter auf jetzt 4,06 Meter, gleichzeitig wird er minimal flacher, während der Radstand um 10 Millimeter auf 2,58 Meter zulegt. Das klingt alles nicht nach viel, aber wer den bisherigen Kia Rio kennt oder gar besitzt, wird den Unterschied sehen. Sowohl C-Säule als auch Heckscheibe stehen steiler, insgesamt wirken die Proportionen jetzt ausgewogener. Dazu trägt auch die begradigte Schulterlinie bei. Ein wichtiger Kritikpunkt war die schlechte Übersichtlichkeit des alten Modells: Hier hat Kia reagiert und die C-Säulen verschlankt, um die toten Winkel zu reduzieren. Neben der tieferen Fensterunterkante wandert ein zusätzliches Fenster in die hinteren Türen und die Außenspiegel wurden versetzt. Apropos Türen: Davon hat der Rio in Europa jetzt immer fünf Stück, der Dreitürer entfällt.

Fahrerorientiertes Cockpit
Trotz der Änderungen bleibt sich der Rio beim grundsätzlichen Design durchaus treu. Zum schwarzen ,Tigernasen"-Grill gesellen sich nun schmalere Scheinwerfer. Was gibt es zu den inneren Werten zu sagen? Sowohl die Insassen als auch das Gepäck bekommen etwas mehr Platz. In den Kofferraum gehen nun 325 Liter, ein Plus von 37 Liter. Neu ist hier ein doppelter Ladeboden. Auffälligstes Element im Cockpit, dessen Mittelkonsole sich deutlich zum Fahrer hin neigt, ist der Sieben-Zoll-Touchscreen bei Ausrüstung mit Navigation. Standard ist ein 3,8-Zoll-TFT-Display, es gibt aber auch einen Fünf-Zoll-Touchscreen. Bei einer Ausrüstung mit Navi sind Android Auto und Apple CarPlay dabei, mit deren Hilfe man Apps oder die Spracherkennung seines Smartphones nutzen kann. Interessant: Als erstes Auto seiner Klasse bietet der Rio einen USB-Anschluss im Fond.

Notbremsung für Fußgänger
In Sachen Sicherheit bekommt der neue Kia Rio das sogenannte ADAS-System. Es beinhaltet neben einem Spurhalteassistenten auch eine autonome Notbremsung mit Fußgängererkennung. Möglich macht es die Kombination aus Fernbereichs-Radar und Kamerasystem.

Sanfteres Abrollen
Wer den bisherigen Rio einmal gefahren ist, kennt dessen relativ hartes Abrollverhalten. Hier bessert Kia nach und hat die Feder-Dämpfer-Mischung überarbeitet. Das Resultat soll ein besseres Handling mit mehr Rückmeldung und zugleich mehr Fahrkomfort sein.

Alte Bekannte und neue Turbos
Was steckt unter der Motorhaube des neuen Rio? Alte Bekannte sind der 1,2-Liter-Saugbenziner mit unverändert 84 PS und sein Kollege mit 1,4 Liter, aber mit nun 100 statt 109 PS. Diese beiden Antriebe sollen den Preis klein halten, wer Fahrspaß sucht, greift besser zum Turbobenziner mit einem Liter Hubraum. Wie im Schwestermodell Hyundai i20 stehen Varianten mit 100 PS oder 120 PS zur Auswahl bereit. Beide Aggregate bringen es ab 1.500 Umdrehungen auf 172 Newtonmeter maximales Drehmoment, der stärkere Motor hält es aber etwas länger bis 6.000 Touren. Zudem bietet er wie fast alle neuen Rio außer dem 1.2 und dem kleinen Einliter ein Sechsgang-Schaltgetriebe. Ob es auch eine Automatik geben wird, ist noch offen.

Marktstart im ersten Quartal 2017
Den alten 1,1-Liter-Diesel mit 75 PS ersetzt ein 70 PS starker Ableger der bisherigen 1,4-Liter-Maschine, die wie gehabt auch mit 90 PS erhältlich ist. Ab dem ersten Quartal 2017 haben Rio-Fans die Qual der Wahl, preislich wird der Konkurrent des VW Polo wohl bei rund 11.000 Euro starten. Unverändert bleibt die von Kia angebotene Sieben-Jahres-Garantie.

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