Auf dem Pariser Autosalon 2016 steht eine besondere Strom-Studie

Diesel ist bei VW inzwischen zum Reizwort geworden. Die Folgen der (so drückt es das Unternehmen selbst aus) ,Diesel-Problematik" belasten den Volkswagen-Konzern massiv. Kein Wunder, dass die Devise für die Zukunft ,Think New" lautet, also ,neu denken". Bildlich gesprochen möchte man das Raumschiff Volkswagen von der Diesel-Galaxie weg in Richtung Elektro-Universum steuern. Als ersten Schritt zeigt man auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober 2016) die Studie eines Elektroautos.

Kommt ein Stromer für jedermann?
Bereits in der Vorankündigung wird mit Superlativen nicht gespart: Die ,ikonenhafte Design-Studie" sei der Aufbruch in einen neues Zeitalter und so revolutionär wie einst der Käfer. Dieser Hinweis spricht dafür, dass die einem künftigen Golf ähnelnde Studie zu einem echten Elektro-Volksauto werden soll. Zumindest in einer Sache wird VW konkret: Das spätere Serienfahrzeug soll das erste Resultat des neuen modularen Elektrifizierungsbaukastens (merken Sie sich besser: MEB) sein. Wann es soweit sein wird, bleibt indes noch im Dunkeln.

30 neue E-Autos in den nächsten zehn Jahren
Schon im Juni 2016 wurden die Eckpunkte der sogenannten ,Strategie 2025" des Volkswagens-Konzerns vorgestellt. Insgesamt sollen in den nächsten zehn Jahren mehr als 30 reine E-Autos auf den Markt kommen. Für das Jahr 2025 prognostiziert Volkswagen einen Absatz von zwei bis drei Millionen sogenannter BEV (Battery-Electric Vehicles), ein Anteil von bis zu 25 Prozent am gesamten Konzernabsatz. Im Januar 2016 hatte VW-Markenchef Herbert Diess auf der CES in Las Vegas den Kleinbus ,Budd-e" enthüllt und von einem Zeitfenster bis 2019 für die Verwirklichung gesprochen. Aufschlussreich sind auch die technischen Eckdaten des Budd-e, die der MEB ermöglicht. Im Fahrzeugboden angebrachte Batterien sorgen für eine Reichweite von 533 Kilometern. Damit verbunden wurde die Hoffnung, dass in einigen Jahren eine Ladung auf 80 Prozent in 15 Minuten möglich sein wird.

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