ADAC-Kindersitztest: Nur zwei Modelle fallen durch

Die Sicherheit der eigenen Kinder hat im Auto höchste Priorität. Aber welcher Kindersitz schützt wirklich? Schließlich wirken viele Produkte auf den ersten Blick ähnlich. Klarheit bringt nun der neueste Kindersitz-Test des Automobilclubs ADAC, der gemeinsam mit der Stiftung Warentest durchgeführt wurde.

Kaum wirklich schlechte Kindersitze
Insgesamt wurden 26 Produkte unter die Lupe genommen. Mit positivem Ergebnis: Einmal gab es ein ,sehr gut", 17 Modelle wurden mit ,gut" bewertetet und fünf mit ,befriedigend": Da laut ADAC der Kindersitztest deutlich höhere Anforderungen stellt als vom Gesetzgeber vorgeschrieben, übertreffen diese Modelle die gesetzlichen Vorschriften deutlich. Mit der Note ,sehr gut" wurde die Babyschale ,Kiddy Evo-Luna i-Size" bewertet. Die 450 Euro teure Babyschale schützt Neugeborene (45 bis 83 Zentimeter) bis zu einem Alter von 18 Monaten. Knapp dahinter rangiert die mit 150 Euro deutlich günstigere Schale ,Joie i-Gemm", die aber nicht per Isofix montiert werden kann.

Blick auf die Bedienung wichtig
Lösungen, die eine lange Altersspanne abdecken, sind mit Vorsicht zu genießen. So etwa der Chicco Seat-Up 012, der Kinder von der Geburt bis etwa sieben Jahre schützen soll. Er bietet bei Unfällen einen zufriedenstellenden Schutz, wurde aber wegen Schwächen bei der Bedienung auf die Note ,ausreichend" abgewertet. ,Mangelhaft" sind der ,KidsEmbrace Friendship" und der ,Kiwy SF01 Q-Fix". Beim KidsEmbrace muss für größere Kinder die Rückenstütze abgenommen werden, sodass kein Schutz beim Seitenaufprall gegeben ist. Auch der Kiwy schwächelt beim Seitenaufpralltest, zudem weist der Bezug eine hohe Schadstoffbelastung auf. Generell rät der ADAC, vor dem Kauf eines Kindersitzes sowohl den Einbau als auch die Bequemlichkeit für das Kind auszuprobieren. Die einzelnen Ergebnisse des ADAC-Tests finden Sie in unserer Bildergalerie.

Lesen Sie auch:

Nachwuchs-Transport