Fortwo und Forfour kommen 2017 als Elektroversion

Dafür war er konzipiert: Bereits in der Entwicklungsphase des ersten Smart in den 1990er-Jahren dachten die Ingenieure an eine Elektroversion. Doch erst 2012 ging der Smart Fortwo electric drive, kurz ed, in Serie. Sein Pluspunkt: Er war eines der preiswertesten E-Autos auf dem Markt. Jetzt zeigt Smart auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober 2016) den Nachfolger. Erstmals gibt es auch einen elektrischen Forfour.

Bis zu sechs Stunden am Stecker
Kommen wir zu den Fakten: Beim Fortwo beträgt der Wendekreis auch für die ed-Version sagenhaft niedrige 6,95 Meter. Ideal also für die Stadt, wo Smart auch den Haupteinsatzort beider Elektroautos sieht. Sie sind mit einem Lithium-Ionen-Akku ausgerüstet, die Batteriekapazität beträgt 17,6 Kilowattstunden. Das soll für eine Reichweite von rund 160 Kilometer ausreichen. Aufgeladen wird der bei der Daimler-Tochter ,Deutsche Accumotive" in Kamenz gefertigte Akku in sechs Stunden an einer Haushaltssteckdose, 3,5 Stunden dauert es per Wallbox. Wichtig: Die Ladedauer bezieht sich auf den Weg von 20 zu 100 Prozent. Ab 2017 soll es auch einen Drei-Phasen-Schnelllader geben, der 22 Kilowatt pro Stunde in den Smart pumpt. Umgerechnet bedeutet das eine Ladezeit von etwa 45 Minuten.

Rekuperation mit Radar
Der Elektroantrieb wird bei Renault gefertigt. Einen mit dem Forfour ed baugleichen Strom-Twingo dürfte es nicht geben, schließlich haben die Franzosen bereits den Zoe. Zurück zum Smart Fortwo ed und Forfour ed: 60 Kilowatt gleich 81 PS leistet der E-Motor und bietet ein maximales Drehmoment von 160 Newtonmeter. In 11,5 Sekunden beschleunigt der Fortwo ed auf Tempo 100, der Forfour ed benötigt hierfür 12,7 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit begrenzt Smart zugunsten der Reichweite auf 130 km/h. Neben dem Basis-Fahrprogramm kann der Pilot auch einen Eco-Modus wählen, in dem besonders stark rekuperiert wird. Eine Besonderheit ist die vorausschauende Rekuperation auf Radarbasis. Mit an Bord ist auch eine Vorklimatisierung: Damit kann das Auto noch an der Steckdose geheizt oder gekühlt werden. Für den Winter bietet Smart übrigens ein optionales Paket mit beheizbarem Lenkrad an.

Preise ohne Miete
Besonders wichtig ist bei einem Elektroauto natürlich der Preis. Der Smart Fortwo ed beginnt bei 21.940 Euro, der elektrische Forfour bei 22.600 Euro. Das Fortwo Cabrio ed kostet mindestens 25.200 Euro. Eine zusätzliche Batteriemiete ist nicht vorgesehen. Abgezogen werden kann die E-Auto-Prämie der Bundesregierung, womit die Preise bei knapp unter 18.000 Euro beginnen. Zum Vergleich: Der Renault Zoe kostet mindestens 22.100 Euro, hier kommt aber noch eine Batteriemiete hinzu. In den USA (wohin bislang ein Viertel aller E-Smart gingen) startet der Elektro-Smart schon Ende 2016, zu uns kommt er Anfang 2017.

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