E-Mobilität: Auch Mercedes legt den Schalter um

Paris (Frankreich) / Stuttgart, 29 September 2016 – ,Emissionsfreie Automobile sind die Zukunft. Und unsere neue Marke EQ geht weit über das E-Fahrzeug hinaus. EQ steht für ein umfassendes elektrisches Ökosystem aus Services, Technologien und Innovationen", meint Mercedes-Boss Dr. Dieter Zetsche. Was diese Aussage genau bedeutet? Die Premiere einer neuen Studie auf dem Pariser Autosalon 2016 liefert die Antworten.

Neue Architektur für batterieelektrische Modelle
Unter EQ (der Name steht für ,Electric Intelligence") entwickelt Mercedes eine neue Generation von Elektrofahrzeugen auf einer eigens für batterieelektrische Modelle gestalteten Architektur. Diese soll sich für SUVs, Limousinen, Coupés und weitere Modellreihen eignen. Das erste Studienmodell namens ,Generation EQ" verbindet nun SUV-Gene mit den Anleihen eines Coupés und eines Shooting Brakes. Mercedes spricht von einer neuen ,Elektro-Ästhetik" mit fließenden Übergängen.

Über 400 PS und bis zu 500 Kilometer weit
Angetrieben wird die seriennahe Studie von zwei Elektromotoren, deren Systemleistung durch skalierbare Batteriekomponenten auf bis 300 kW (entspricht 408 PS) gesteigert werden kann. Bis zu 500 Kilometer (die Akkus fassen bis zu 70 Kilowattstunden) soll die Reichweite mit permanentem Allrad betragen. 700 Newtonmeter schieben den ,Generation EQ" in unter fünf Sekunden auf Tempo 100. Das Fahrzeug ist sowohl für das Laden zu Hause via Induktion oder Wallbox als auch für das Schnellladen vorbereitet. Mittel- bis langfristig sind auch Ladeleistungen von bis zu 300 Kilowatt vorgesehen. Innerhalb von fünf Minuten könnte somit Strom für 100 Kilometer nachgeladen werden.

Ein Innenraum (fast) ohne Knöpfe
Im Innenraum findet sich ein neues Interieurkonzept: Das Cockpit mit 24 Zoll großem Bildschirm ist fahrerorientiert. Bis auf die Mercedes-typische Sitzverstellung kommt der Wagen ohne Knöpfe aus. So sind beispielsweise in zwei der drei Lenkradspeichen Touchpads integriert. Und auch die Mittelkonsole kommt ohne mechanische Bedienelemente aus. Sie ist ebenfalls mit berührungssensiblen Touch-Elementen ausgestattet. Und weil es sich um eine Studie handelt, wurden die klassischen Rückspiegel mal wieder durch eine Kamera-Display-Kombination ersetzt.

Fahrassistenzsysteme und die Car-to-X-Kommunikation
Sie wollen Fahrerassistenzsysteme? Kein Problem. Neben bereits bekannten Systemen kann das Fahrzeug mit 3D-Echtzeit-Kartenmaterial die Geschwindigkeit und Fahrdynamik völlig automatisch regeln. Außerdem kommt die sogenannte ,Car-to-X-Technologie" zum Einsatz. Mit ihr können Informationen über Infrastruktur und andere Fahrzeuge von einem Cloudserver abgerufen werden. Diese Technik soll in Zukunft als Grundlage für neue Assistenzfunktionen (beispielsweise zur Unfallvermeidung) dienen.

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