Die zweite Generation kommt auch mit Teilzeit-Allrad

Es ist beinahe ein Staatsgeheimnis und eine der wichtigsten Neuheiten des Pariser Autosalons (1. bis 16. Oktober 2016): Die Rede ist vom neuen Audi Q5. Doch wie schon bei den Neuauflagen von A4 und A5 reibt man sich im ersten Moment die Augen, denn auch der Q5 bleibt sich treu.

Vertraute Optik, aber nachgeschärft
Eine Design-Revolution hat Audi nämlich beim neuen Q5 nicht wirklich angezettelt. In vielerlei Hinsicht ähnelt er seinem erfolgreichen Vorgänger. Trotzdem erkennt man Unterschiede (wenn auch nur beim zweiten Blick): Kanten schärfen den Auftritt, der markentypische Grill wird eckiger und das etwas pummelige Heck des Vorgängers wird schlanker. Bei den Abmessungen gibt es nur ein moderates Wachstum: Die Länge steigt um drei Zentimeter auf 4,66 Meter, der Radstand beträgt nun 2,82 Meter (plus ein Zentimeter). Diese Maßnahme auf Basis des schon beim A4 und A5 genutzten modularen Längsbaukastens (MLB) soll vor allem dem Platzangebot zugute kommen.

Die Motoren
Unabhängig von der Optik haben die Audi-Ingenieure viel Gehirnschmalz in die Entwicklung der zweiten Q5-Generation gesteckt. Die neue Motoren orientieren sich am Angebot im A4 und A5: Er startet mit fünf Aggregaten, vier Dieseln und einem Benziner. Der 2,0-Liter-TDI ist mit 150, 163 und 190 PS erhältlich. Der Zweiliter-Vierzylinder-Benziner bringt es auf 252 PS. Der Topmotor unter der Q5-Haube ist ein stark überarbeiteter 3,0-Liter-V6-Diesel mit 286 PS und 620 Newtonmeter Drehmoment.

Viel Neues unter leichterem Blech
Zusätzlich wurde das Gewicht von bislang 1,8 Tonnen um bis zu 90 Kilogramm reduziert. Audi verspricht außerdem ,die beste Aerodynamik im Wettbewerb". Q5-Kunden können zwischen zwei verschiedenen Fahrwerksoptionen wählen, so ist neben dem adaptiven Dämpfersystem erstmals auch eine Luftfederung erhältlich. Highlight im Innenraum ist das aus anderen Audi-Baureihen bekannte ,Virtual Cockpit" mit 12,3-Zoll-Display hinterm Lenkrad. Neu ist auch eine noch breitere Auswahl an Fahrerassistenzsystemen – von der Ausstiegswarnung bis hin zum Abbiege- oder Stauassistenten.

Allrad auf Abruf
Selbstverständlich darf ein Allradantrieb im Q5 nicht fehlen: Hier verwendet Audi die sogenannte Quattro-Ultra-Technologie, die dieses Jahr auch erstmals im A4 zum Einsatz kommt. Sie koppelt den Hinterachsantrieb immer dann ab, wenn er nicht gebraucht wird, und schaltet ihn bei Bedarf prädiktiv wieder zu.

Markteinführung und Preisgestaltung
Der neue Audi Q5 kommt Anfang 2017 auf den Markt. Den ersten Preis gibt es ebenfalls schon zu vermelden: Für den 163 PS starken Q5 mit quattro-Antrieb und Siebengang-DSG sind mindestens 45.100 Euro zu löhnen. Das gleiche Modell der aktuellen Generation ist sogar 600 Euro teurer. Wenn sich diese Preisgestaltung bis zum Einstiegsmodell durchsetzt, kann also mit einem Basispreis von rund 37.000 Euro gerechnet werden.

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