Elektro-Smart und Mercedes GLC als Brennstoffzellen-Plug-in-Hybrid

Alle Baureihen von Smart und Mercedes sollen künftig elektrifiziert werden. Das gibt der Daimler-Konzern nun bekannt. Bei Smart wird es bald Elektroversionen von Fortwo und Forfour geben – also in ,sämtlichen Baureihen", wie Daimler etwas vollmundig sagt. Der Smart ED wird dann wohl auch auf dem Pariser Autosalon (1. bis 16. Oktober) stehen. Mercedes setzt seine Plug-in-Offensive fort, führt das induktive Laden ein und kündigt mit dem GLC F-Cell eine technische Weltneuheit an: ein Brennstoffzellen-Auto mit Plug-in-Technologie. Allgemein setzt Daimler nicht auf eine einzelne Antriebsform, sondern auf unterschiedliche Technologien: vom verbesserten Benziner bis zum Wasserstoffantrieb.

Neue Benziner-Generation ab 2017
Die Effizienzsteigerung bei Verbrennungsmotoren spielt nach wie vor eine wichtige Rolle. Nach der gerade (in der E-Klasse) gestarteten neuen Dieselgeneration folgt 2017 eine neue Ottomotorenfamilie. Der erste Vertreter ist ein Reihensechszylinder mit integriertem Starter-Generator. Ein Vierzylinder mit riemengetriebenem Starter-Generator kommt später im selben Jahr. Was für Dieselmotoren inzwischen Standard ist, wird es bei Mercedes bald auch für Benziner geben: den Partikelfilter. 2017 soll die modellgepflegte S-Klasse damit ausgerüstet werden, weitere Modelle folgen. Zugleich startet das 48-Volt-Bordnetz, das sukzessive in verschiedenen Baureihen Einzug halten soll. Rekuperieren und Boosten sowie elektrisches Anfahren und Rangieren sind auch damit möglich. So sollen Verbrauchseinsparungen wie bei der Hochvolt-Hybridtechnologie möglich sein – bei deutlich geringerem technischen Aufwand.

Plug-in-Angebot wird ausgebaut
Auch die Plug-in-Hybrid-Offensive wird fortgesetzt. Mercedes glaubt, dass die Technik vor allem bei größeren Fahrzeugen und gemischten Streckenprofilen Sinn ergibt. Daher setzt man erst von der C-Klasse aufwärts auf dieses Konzept. Nach S 500 e, C 350 e, GLE 500 e 4Matic und GLC 350 e 4Matic rollen noch 2016 das GLC Coupé 350 e 4Matic und der E 350 e zu den Händlern. Ab 2017 soll der optimierte S 500 e durch eine weiterentwickelte Lithium-Ionen-Batterie und eine optimierte Betriebsstrategie 50 Kilometer rein elektrisch fahren können. Im gleichen Auto wird auch erstmals das induktive Laden möglich sein.

Elektro-Smart und Brennstoffzellen-Plug-in
Beim reinen Elektroantrieb geht es ebenfalls voran. Nach der Vorstellung auf dem Pariser Salon im Herbst 2016 kommt die neue Generation des Smart Fortwo und Forfour mit E-Motor Anfang 2017 in Europa auf den Markt. Ebenfalls 2017 folgt eine wirkliche Neuheit: der GLC F-Cell mit Brennstoffzellen und Plug-in-Technik. Dazu haben die Mercedes-Ingenieure zusammen mit externen Partnern ein neues Brennstoffzellensystem entwickelt, das erstmals in konventionelle Motorräume passt. Zudem verfügt der GLC F-Cell über eine große Lithium-Ionen-Batterie mit rund neun kWh Kapazität, die sich auch per Steckdose aufladen lässt. Mit Akku und Gastanks erreicht der GLC F-Cell eine Reichweite von etwa 500 Kilometer.

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