Preise für den neuen Chevrolet Camaro nun bekannt

Der neue Camaro ist in den USA bereits seit einem knappen Jahr auf dem Markt, für Europa ist er seit gefühlten Ewigkeiten angekündigt. Was das Muscle Car in Deutschland kosten wird, war jedoch bislang nicht bekannt. Nun hat Chevrolet endlich eine Preisliste auf die deutsche Website gestellt.

Wie beim Mustang: Mit Vierzylinder
Fans von US-Autos hatten genug Zeit, die schlimme Nachricht zu verdauen: Sowohl den Ford Mustang wie auch den Chevrolet Camaro gibt es künftig nicht mehr nur mit dem arttypischen V8, sondern auch mit einem Turbo-Vierzylinder. Der Viertopf-Camaro holt 275 PS aus 2,0 Liter Hubraum. Das Drehmoment erreicht 400 Newtonmeter, die bei 3.000 Touren anliegen. Etwas stärker ist der Mustang 2.3 Ecoboost mit 317 PS und 434 Newtonmeter.

Basisversion nicht mit Schaltung erhältlich
Anders als den Erzkonkurrenten von Ford gibt es den Chevy nicht mit Schaltung, sondern ausschließlich mit Automatik. Die hat allerdings acht Gänge statt sechs wie beim Mustang. Damit sprintet das Camaro Coupé in 5,9 Sekunden auf Tempo 100, eine Zehntelsekunde langsamer als der Mustang (egal ob mit Schaltung oder Automatik). Der Basispreis des Chevy ist spürbar höher: Den Mustang gibt es ab 38.000 Euro, für den Camaro muss man 39.900 Euro hinlegen – allerdings wegen der serienmäßigen Automatik.

Camaro V8 AT: In 4,4 Sekunden auf 100
Der Normverbrauch des Coupés wird beim Turbo mit 8,0 Liter angegeben, der entsprechende Mustang soll genauso viel benötigen. Natürlich sind die V8-Versionen viel durstiger: Der Chevy soll 12,8 Liter verbrauchen, der Mustang sogar 13,5 Liter. Für viele wird dennoch nur der V8 in Frage kommen. Beim Camaro handelt es sich um einen 6,2-Liter-Direkteinspritzer mit 453 PS und 617 Newtonmeter. Damit gelingt der Normsprint in 4,6 Sekunden. Dieser Wert gilt für die Schaltversion – denn beim V8 hat man die Wahl. Automatikkunden sprinten in 4,4 Sekunden.

6,2 versus 5,0 Liter Hubraum
Leistungsmäßig hat Chevrolet hier die Nase vorn, denn der Mustang V8 hat bloß 5,0 Liter Hubraum und holt nur 421 PS heraus. Entsprechend fährt der Mustang V8 beim Kavalierstart hinterher, er braucht 4,8 Sekunden, bis Tempo 100 erreicht ist. Allerdings ist der Camaro auch teurer: Während Ford für das V8-Schaltmodell 43.000 Euro verlangt, sind es bei Chevrolet gleich 45.900 Euro. Der Vollständigkeit halber noch die Preise des Camaro Cabriolet: Mit Turbo-Vierzylinder kostet es 44.900 Euro, für die V8-Version werden 50.900 Euro fällig.

Umfangreiche Komfortausstattung
Die Serienausstattung des Camaro ist ziemlich umfangreich: An Bord sind Zweizonen-Klimaautomatik, Bose-Soundsystem, 8,0-Zoll-Touchscreen, Head-up-Display, Fahrmodus-Wahl, Rückfahrkamera, Tempomat, schlüsselloses Zugangs- und Startsystem, Parkpiepser hinten, elektrisch einstellbare und beheizbare Vordersitze, Lederausstattung, Xenonlicht, 20-Zoll-Alufelgen und Brembo-Bremsen. Für 2.600 Euro gibt es ein Technologiepaket mit Totwinkel-Assistent, Querverkehrswarnung hinten, Lenkradheizung und noch einiges mehr.

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