Affalterbach sieht schwarz: Erster Ausblick auf den Mercedes-AMG GT R

Höher, schneller, weiter: Nach diesem Motto handelt Mercedes-AMG mit Blick auf die Sportwagen-Konkurrenz. Die schwäbischen Nachbarn bieten im 911 Turbo S inzwischen 580 PS an, Audi pumpt sogar bis zu 610 PS in den neuen R8. Dagegen sieht der AMG GT mit 476 respektive 510 PS blass aus. Doch am 24. Juni 2016 schlägt das Imperium zurück. Im Rahmen des Goodwood Festival of Speed zeigt Mercedes in Brooklands den mächtigen AMG GT R.

R statt Black Series
Bis dahin hält sich Mercedes mit Informationen noch bedeckt, ein kurzes Video und einige recht schattige Bilder von Teilen des Fahrzeugs müssen reichen. Doch bereits diese genügen, um Licht ins Dunkel zu bringen. Erstens: Die neue AMG-GT-Variante folgt dem Prinzip der früheren ,Black Series" des SLS, heißt aber ,R". So gibt es ein schwarzes Carbondach, schwarze Außenspiegelgehäuse und einen üppigen schwarzen Heckspoiler. Bis zu 100 Kilogramm an Gewicht dürfte der R einsparen. Innen erkennt man Rennsportsitze mit gelben Gurten und viel Alcantara.

Kommt der große Biturbo-V8?
Zweitens: Vom Rennwagen Mercedes-AMG GT3 übernimmt der R den ,Haifisch-Grill" mit senkrechten Streben, nicht aber den Motor. Da Turbos in der GT3-Rennklasse verboten sind, kommt dort der freisaugende 6,3-Liter-V8 zum Einsatz. Im R wird ein Biturbo-V8 Verwendung finden. Einen Hinweis auf die angepeilte Leistung gibt das Kennzeichen: S-GT 585. 585 PS wären exakt die Zahl, die der 5,5-Liter-V8 (interner Name: M 157) des AMG S 63 zur Verfügung stellt, dazu gesellen sich 900 Newtonmeter Drehmoment. Als Folge bliebe der Vierliter-V8 (intern M 178) den ,normalen" Varianten des AMG GT vorbehalten. Markante Lufteinlässe in der Motorhaube versorgen das Aggregat mit Frischluft, ebenso ein geänderter Stoßfänger. Man darf also gespannt sein auf die ,neue Speerspitze der GT-Familie", wie es AMG ausdrückt. Für weniger als 200.000 Euro wird der Speer aber wohl nicht in der heimischen Garage landen.

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