Alfa Romeo Giulia jetzt auch mit 210-PS-Diesel und Allradantrieb

Bei Alfas neuer Mittelklasselimousine Giulia kommt ein Motor nach dem anderen hinzu. Der im Juni 2016 gestartete Viertürer ist nun auch mit einem 210 PS starken Diesel in der Ausstattung Veloce bestellbar.

Erstes Allradmodell der Giulia-Baureihe
Der 2,2-Liter-Selbstzünder ist damit nun in vier Leistungsstufen erhältlich: 136, 150, 180 und 210 PS. Eine Besonderheit der Topversion unter den Dieseln ist der serienmäßige Allradantrieb Q4 – damit ist die neue Giulia-Version auch das bisher einzige Allradmodell der Baureihe. Der stets mit Achtstufen-Automatik ausgelieferte Wagen ist ausschließlich in der Ausstattung Veloce (das ist das italienische Wort für Geschwindigkeit) erhältlich.

Ledersitze und andere Außenoptik
Äußere Kennzeichen der neuen Version sind der Frontstoßfänger mit größeren Lufteinlässen, Xenonscheinwerfer, 18-Zoll-Alufelgen und ein anders gestalteter Heckdiffusor mit integriertem Doppelauspuff. Innen fallen Aluleisten an Armaturenbrett und Türverkleidungen, Alu-Pedale sowie ein beheizbares Sportlenkrad auf. Auch Ledersitze, ein Sportlenkrad mit integriertem Motorstart-Knopf, eine Zweizonen-Klimaautomatik sowie ein 6,5-Zoll-Monitor sind Serie. Für Sicherheit sorgen ein Kollisionswarnsystem mit Notbremsfunktion und Fußgängererkennung sowie ein Spurhalteassistent. Auch ein Tempomat sowie Reifen mit Notlaufeigenschaften sind an Bord. Alfa gewährt vier Jahre Garantie ohne Kilometerbegrenzung.

Deutlich mehr Drehmoment
Das Maximaldrehmoment von 470 Newtonmeter ist erheblich höher als bei den übrigen Dieseln, die allesamt nur 380 Newtonmeter liefern. Fahrleistungsdaten gibt Alfa bisher nicht an, sie dürften aber natürlich besser klingen als die 7,2 Sekunden für den Normsprint und die 230 km/h Spitze, die der 180-PS-Diesel ermöglicht. Die MultiJet-II-Direkteinspritzung der neuesten Generation arbeitet mit bis zu 2.000 bar Druck. Der Normverbrauch liegt bei 4,7 Liter und damit einen halben Liter höher als bei der Selbstzünder-Verwandtschaft. Für den Mehrverbrauch dürfte vor allem der Allradantrieb verantwortlich sein. Bei normalen Verhältnissen arbeitet das System wie ein herkömmlicher Hinterradantrieb. Erreichen die Hinterräder ihre Haftgrenze, wird bis zu 60 Prozent des Drehmoments zur Vorderachse umgeleitet.

Teurer als Audi und Mercedes
Die offizielle Bezeichnung der neuen Version lautet Giulia Veloce 2.2 Diesel 16V Q4. Die bei der Giulietta verwendete Bezeichnung JTDm für die Selbstzünder ist offenbar passé. Der Preis beträgt 46.800 Euro. Damit ist der Wagen teurer als ein Audi A4 3.0 TDI quattro S tronic mit 218 PS (ab 45.900 Euro) und ein Mercedes C 250 d 4Matic 9G-Tonic mit 204 PS (ab 46648 Euro). Preislich höher liegt der BMW 330d xDrive Steptronic mit 258 PS (ab 50.250 Euro). Für das auf dem Pariser Autosalon vorgestellte, zweite Veloce-Modell der Giulia (mit einem 280 PS starken 2,0-Liter-Turbobenziner) wurde noch kein Preis veröffentlicht.

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