Smart-Grid-Projekt in den Niederlanden

Ein Problem der regenerativen Energien besteht bekanntlich darin, dass Wind und Sonne zu bestimmten Zeiten viel Strom liefern, zu anderen wenig. Das stellt das Stromnetz, das auf solche Spitzen nicht ausgelegt ist, vor Probleme. Audi will den Überschussstrom in Form von ,E-Gas" (Methan aus der Reaktion von elektrolytisch erzeugtem Wasserstoff mit CO2) zwischenspeichern. Dagegen soll bei dem niederländischen Projekt ,Living Lab Smart Charging" der Strom direkt in die Akkus von E-Autos fließen.

Nutzung regenerativer Energiespitzen
Zunächst will der von der Regierung geförderte Zusammenschluss aus Unternehmen, Universitäten, Behörden und Energieversorgern für möglichst viele intelligente Ladestationen sorgen. Alle neuen Stationen sollen Smart-Charging-fähig sein, die übrigen werden nachgerüstet. Smart Charging bedeutet dabei, dass die Akkus möglichst mit regenerativer Spitzenenergie geladen werden. Besitzer eines E-Autos können dies mit einer eigens programmierten App erreichen – und damit auch noch Geld verdienen.

Vehicle to Grid: Das Auto als Zwischenspeicher
In Zusammenarbeit mit Renault wird in Utrecht auch die ,Vehicle to Grid"-Technik getestet: Elektroautos werden mit Solarmodulen aufgeladen und speisen den Strom zurück ins Netz, wenn keine Sonne mehr scheint. Ob durch bevorzugte Nutzung von Spitzenenergie oder mit ,Vehicle to Grid": Das Endziel des niederländischen Projekts ist, dass eines Tages alle niederländischen Elektroautos ausschließlich mit Strom aus Sonne und Wind fahren.

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