Größtes freies Schnellladenetz Deutschlands

Durch die Elektroprämie und die steigenden Reichweiten könnte die Elektromobilität in Deutschland langsam doch noch in Bewegung kommen. Auch bei den Ladestationen sieht die Lage nicht so schlecht aus, wie mancher vielleicht denkt. Das Statistikportal Statista beziffert ihre Zahl in Deutschland mit immerhin 5.615. Zum Vergleich: Laut Statista soll es 14.531 normale Tankstellen geben. Das größte freie Schnellladenetz Deutschlands bietet nach eigenen Angaben der japanische Hersteller Nissan. An den dazu gehörenden Säulen können nicht nur Autos dieser Marke kostenlos aufgeladen werden, sondern jedes E-Mobil.

DKSL: Deutschlandweit Kostenlos Strom Laden
Nissan betreibt gemeinsam mit seinen Partnern – vom Nissan-Händler über den Energieversorger bis hin zur Kommune – rund 60 Schnellladestationen. Die meisten sind sogenannte Multicharger, die neben einem CHAdeMO-Anschluss auch CCS- und Typ2-Stecker anbieten. So können nahezu alle E-Autos geladen werden. Zu den Schnellladern kommen ein Dutzend weitere Ladestationen sowie rund 20 Säulen im Rahmen der 2014 ins Leben gerufenen Initiative ,Deutschlandweit Kostenlos Strom Laden" (DKSL). Und Nissan baut das Netz weiter aus. Im Jahr 2016 sollen noch rund zehn Schnellladestationen entstehen. Gemeinsam mit dem Autohaus Kirch in Monschau und den Aachener Stadtwerken wurde unlängst die erste Schnellladestation in der Nordeifel in Betrieb genommen. Innerhalb von 20 Minuten lässt sich dort die Batterie eines Elektroautos auf 80 Prozent aufladen – und das Tag und Nacht, rund um die Uhr. Einzige Bedingung für den kostenlosen Strom: Man darf den Parkplatz nicht dauerhaft blockieren, damit auch andere Fahrer aufladen können.

,Wir lassen uns gerne überholen"
,Zum Jahresende 2016 laufen rund 110 Ladestationen mit Hilfe von Nissan und wir freuen uns, damit das größte kostenfreie Schnellladenetz Deutschlands zu betreiben", so Thomas Hausch, Geschäftsführer der Nissan Center Europe GmbH. ,Aber wir lassen uns in diesem Punkt auch gerne von jeder Kommune und jedem anderen Automobilhersteller und Energieversorger überholen – schließlich profitieren wir alle von einem möglichst flächendeckenden, frei zugänglichen Netz."

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