Renault Alaskan enthüllt

Die 2015er Pick-up-Studie Alaskan concept wurde vom Publikum gut aufgenommen, jetzt folgt die Serienversion, mit der Renault erstmals in den Markt der Midsize-Pick-up-Trucks mit bis zu einer Tonne Nutzlast vordringt. Das Segment um Toyota Hilux, Ford Ranger und Co. boomt weltweit und Renault möchte ab 2017 sein Stück vom Kuchen abhaben. Dabei bleibt der neue Alaskan optisch recht nah an der letztjährigen IAA-Studie. Lediglich die kleinen Außenspiegel-Kameras, die dicken 21-Zöller, die Rückleuchten sowie die große Solar-Dachbox haben es – wenig überraschend – nicht in die Produktion geschafft.

3,5 Tonnen Anhängelast
Der Alaskan profitiert stark von Renaults Allianz mit Nissan und erbt viele Teile vom NP300 Navara. Kleine, aber heikle Randnotiz: Auch Mercedes plant ab 2017 einen Pick-up auf Navara-Basis. Wie der Nissan wird auch der Renault Alaskan als fähiger Offroader und Nutztier für den harten gewerblichen Einsatz vermarktet. Laut Renault ist er aber auch für Sport und Freizeit geeignet. Der Alaskan kommt mit einer Bodenfreiheit von 230 Millimeter und kann bis zu 3,5 Tonnen an den Haken nehmen – der Bestwert in dieser Klasse. Je nach Markt wird es den Renault-Pick-up mit kurzer und langer Ladefläche geben.

Bis zu 190 PS
Den Antrieb übernimmt ein 2,3-Liter-Vierzylinder-Biturbo-Diesel aus dem Lieferwagen Renault Master, den es in zwei Leistungsstufen mit 160 und 190 PS geben wird. Als Getriebe stehen eine Sechsgang-Schaltung sowie eine Siebengang-Automatik zur Wahl. Serienmäßig kommt der Alaskan als Hecktriebler, ein zuschaltbarer Allradantrieb ist aber gegen Aufpreis zu haben. Für eine seriöse Offroad-Performance spendiert Renault dem Alaskan eine elektronische Differenzialsperre, eine mechanische Hinterachssperre sowie eine Bergabfahr-Hilfe.

Vielleicht auch in Deutschland
Im Innenraum verfügt der Alaskan über ein Fünf-Zoll-Infotainmentsystem mit Smartphone-Anbindung. In manchen Märkten wird es aber einen Sieben-Zoll-Touchscreen mit Navigation und 360-Grad-Kamera geben. Zunächst wird Renaults neuer Pick-up ausschließlich in Südamerika zu haben sein. Auf unsere Anfrage hin konnte Renault Deutschland noch nicht sagen, ob das Auto auch zu den deutschen Händlern kommt. Wie ein Nein klang die Auskunft aber ganz und gar nicht, weshalb wir davon ausgehen, dass der Alaskan auch hierzulande aufschlagen wird.

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